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Schüler bauen Floß aus Meeresmüll

Aktion gegen Verschmutzung Schüler bauen Floß aus Meeresmüll

Paletten, Plastikflaschen, leere Kanister und zerrissene Fischernetze - mit einem ganz aus Müll gebauten Floß wollen Umweltschützer im Kreis Nordfriesland auf die Verschmutzung der Meere hinweisen.

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Kreuzfahrtschiff namens "Hamburg" - Nach Taufe ans Nordkap

Das rund 300 Kilo schwere Floß soll zum internationalen Weltmeerestag am Freitag auf die rund 20.000 Tonnen Müll hinweisen, die alleine in der Nordsee schwimmen.

Quelle: dpa

Tönning. Die Weltmeere werden zugemüllt. Allein in die Nordsee werden nach Angaben von Experten jährlich 20 000 Tonnen Abfälle gekippt - das ist so viel wie 470 Kampfpanzer „Leopard“ wiegen. Mit einem Floß aus Treibgut will das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum in Tönning (Kreis Nordfriesland) am internationalen Weltmeerestag auf die Probleme hinweisen.

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Schüler der Eider-Treene-Schule und der Qualifizierungsmaßnahme "Landungsbrücke" haben das Floß am Multimar Wattforum in Tönning gebaut.

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Das 300 Kilogramm schwere „Öko-Schiff“ soll am Freitag zu seiner Jungfernfahrt starten. Es wurde von Schülern der Eider-Treene-Schule und der Qualifizierungsmaßnahme „Landungsbrücke! am Multimar Wattforum in Tönning vollständig aus Müll gebaut, der an Strände getrieben wurde - unter anderem Paletten und Plastikflaschen, leere Kanister, Fender und zerrissene Fischernetze.

Rund 80 Prozent des Meeresmülls ist Plastik, das erst nach 450 Jahren verrottet, sagte Meeresbiologin Marén Bökamp am Donnerstag. Insgesamt landen jedes Jahr 6,4 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in den Weltmeeren.

Nach UNEP-Angaben (United Nations Environment Programme) schwimmen in jedem Quadratkilometer Ozean rund 46.000 Plastikstücke. Von diesen langlebigen Kunststoffen gehe eine besondere Gefahr aus, da sie durch Wellen und Reibung zu mikroskopisch kleinem „Nano-Plastik“ zerrieben werden. „Sie gelangen über die Nahrungskette auch auf unseren Tellern “, sagte Bökamp: „Über die Risiken ist noch wenig bekannt.“

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