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Seeadlerfamilie mit Pflanzengift getötet

Kriminalität Seeadlerfamilie mit Pflanzengift getötet

Der Tod einer vierköpfigen Seeadler-Familie aus dem schleswig-holsteinischen St. Michaelisdonn ist aufgeklärt. Die streng geschützten Vögel wurden vergiftet.

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Zwei tote Seeadlerjunge, die im Juni gefunden wurden.

Quelle: Uwe Peterson/Archiv

St. Michaelisdonn. Das Toxikologische Institut der Universitätsmedizin Göttingen entdeckte in den Kadavern das in der EU seit 2002 verbotene Insektizid Mevinphos, wie der Geschäftsführer der Projektgruppe Seeadlerschutz, Bernd Struwe-Juhl, am Dienstag sagte. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

Inklusive der Seeadler-Familie aus St. Michaelisdonn wurden in diesem Frühjahr bereits fünf Seeadler im Kreis Dithmarschen umgebracht. Im März war in einem Wald östlich von Heide ein Seeadler mit dem Insektizid Parathion (E 605) getötet worden. Die Ermittlungen nach den Tätern blieben bislang ohne Erfolg, sagte Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg.

In der Vergangenheit kam es in ganz Schleswig-Holstein mit präparierten Ködern immer wieder zu Gift-Attacken auf Greifvögel. Regelmäßig machen sich auch andere Aasfresser über die Giftköder her, sagte Struwe-Juhl. So finden sich unter den Gift-Opfern auch andere Greifvögel wie Rohrweihe, aber auch Kolkraben, Füchse und Haushunde.

dpa

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