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Seehundstation stellt erste Heuler der Saison vor

Tiere Seehundstation stellt erste Heuler der Saison vor

In der Seehundstation Friedrichskoog sind die ersten "Findelkinder" der Saison angekommen. Die Heuler dürfen zurück in die Nordsee, wenn sie sich ein Gewicht von 25 Kilo angefressen haben.

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Ein Kegelrobben-Heuler liegt im Becken einer Seehundstation.

Quelle: Wolfgang Runge/Archiv

Friedrichskoog. Die Seehundstation Friedrichskoog im Kreis Dithmarschen hat am Montag den ersten Heuler der Saison vorgestellt. Der 9,2 Kilogramm schwere "Piefke" wurde am 11. Mai am Damm der Lorenbahn zwischen Dagebüll und der Hallig Oland entdeckt. "Piefke" war nach Angaben des Landesjagdverbands eine erst wenige Tage alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Er wurde zunächst in der Seehundstation in Quarantäne gehalten, bevor er am Wochenende in ein normales Aufzuchtbecken umzog.

Dort wird er nun aufgepäppelt, bis er nach zehn bis zwölf Wochen das für die Auswilderung nötige Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht hat. Er wird in den Aufzuchtbecken nicht lange allein bleiben, denn am Wochenende wurden mit "Heintje" und "Smutje" bereits weitere Heuler eingeliefert, die zunächst in die Quarantäne kamen, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger.

Die Seehundstation Friedrichskoog ist nach einem internationalen Abkommen die einzige berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Hier werden die kulleräugigen Tierbabys aus Nord- und Ostsee vor dem Hungertod gerettet. Im vergangenen Jahr wurden dort 174 von ihren Müttern verlassene Seehundbabys aufgenommen.

dpa

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