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Simonis gibt Spitzenamt ab

Sängerbund Schleswig-Holstein Simonis gibt Spitzenamt ab

Einst standen Heide Simonis (SPD) und Bernd Küpperbusch als Ministerpräsidentin und Staatssekretär für die Landesregierung gemeinsam in der Verantwortung. Nun folgt Küpperbusch seiner ehemaligen Chefin ins Amt des Präsidenten des Sängerbundes Schleswig-Holstein (SSH).

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Heide Simonis beglückwünschte ihren Nachfolger im Amt des Präsidenten des Sängerbundes Schleswig-Holstein Bernd Küpperbusch..

Quelle: Detlef Dreessen

Schwabstedt/Wasbek. Standing Ovations erhielt Heide Simonis am Sonnabend während einer Delegiertenversammlung in Schwabstedt. Aus gesundheitlichen Gründen wolle sie das Amt zur Vergügung stellen, das hatte sie vor der Sitzung mitgeteilt, und damit ein Jahr vor dem geplanten Ablauf ihrer Amtszeitausscheiden. Als ihren Nachfolger wählten die 119 Vertreter der im Sängerbund organisierten Chöre einstimmig den 59-Jährigen Küppersbusch aus Wasbek. Damit repräsentiert Kübberbusch nun 30000 Sänger, die im SSH organisiert sind – von Shanty- über Gospel- bis zu Kinder-, Männer- und Frauenchören.

 Er habe während seiner Marine-Zeit Mitte der 1970-er Jahre im Lister Marinechor auf Sylt gesungen, berichtete Küppersbusch. Heute singe er eher für sich zu Hause und zwar „mal Shantys, mal O sole mio“. Als Präsident des Sängerbundes sehe er seine Aufgabe aber weniger im Singen als darin, die Chöre zu unterstützen. Dazu wolle er seine Kontakte nutzen. Küpperbusch war ab 1995 persönlicher Referent von Heide Simonis und von 2012 bis 2014 Staatssekretär im Innenministerium unter Torsten Albig.

 Dass vielen Chören das Fehlen von Banknoten Sorge bereitet, machte der Kassenbericht offenbar. Geschäftsführerin Waltraut Grapentin berichtete, dass die Gema (Abkürzung für die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) die Gebühren für jegliche Auftritte deutlich angehoben habe. Wegen Geldmangels müsse der SSH in diesem Jahr sogar bei der Förderung der Jugendarbeit Kürzungen vornehmen.

 Handlungsbedarf sehe er auch bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Nachwuchsgewinnung, sagte Küpperbusch. Jegliche Formen der Inklusion sollten dabei ins Auge genommen werden. Die Integration von Flüchtlingen könne durch gemeinsames Singen vorangebracht werden. Aber auch Jungs sollten mehr als bisher zum gemeinsamen Singen animiert werden. Dies fördere bekanntermaßen auch die Teamfähigkeit.

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