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Sohn vor U-Bahn gestoßen: Urteil erwartet

Prozesse Sohn vor U-Bahn gestoßen: Urteil erwartet

Eine Mutter, die ihren Sohn vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen hat, soll nach dem Willen der Hamburger Staatsanwaltschaft in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden.

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Eine U-Bahn fährt in Hamburg in den Bahnhof Hoheluftbrücke ein.

Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv

Hamburg. Diesen Antrag stellte die Anklagebehörde am Montag in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Verteidigerin habe keinen konkreten Antrag gestellt. Zum Prozessauftakt hatte sie erklärt, ihre Mandantin leide an einer sogenannten paranoiden Schizophrenie mit Wahnvorstellungen.

Der Strafprozess wegen versuchten Mordes, Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwerer Körperverletzung ist ein sogenanntes Sicherungsverfahren. Es geht dabei nicht um eine Strafe für die vermutlich psychisch kranke Frau, sondern um ihre Unterbringung in einer Klinik aufgrund einer Gefährlichkeitsprognose. Der Prozess fand bislang unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil wollte das Gericht noch am Montag verkünden und dazu wieder Zuschauer zulassen.

Die Frau hatte am 18. Oktober ihren damals elfjährigen Sohn an der Station Hoheluftbrücke vor einen Zug gestoßen. Die U-Bahn überrollte den Jungen und verletzte ihn lebensgefährlich. Er erlitt zwei Beckenbrüche und verlor den linken Unterschenkel.

dpa

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