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Senioren im Norden besonders fit

Techniker Krankenkasse Senioren im Norden besonders fit

Die Techniker Krankenkasse sieht mit dem geplanten Präventionsgesetz zwar gute Chancen für eine bessere Gesundheitsvorsorge. Da aber Senioren in Deutschland unterschiedlich fit sind, müsse auf regionale Besonderheiten geachtet werden. Besonders rüstig sind ältere Menschen demnach in Schleswig-Holstein.

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Die niedrigste Pflegequote in der Altersgruppe der 85- bis 90-Jährigen weist nach TK-Angaben Schleswig-Holstein mit 32,8 Prozent auf.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Kiel/Stuttgart. In Schleswig-Holstein, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie in Hamburg sind die Senioren nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) fitter als im Rest von Deutschland. Während in den genannten Ländern weniger als 36 Prozent der Senioren im Alter zwischen 85 Jahren und 90 Jahren im Jahr 2013 auf Pflegeleistungen angewiesen waren, lag dieser Wert in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei 43 Prozent oder darüber. Die TK bezieht sich in der am Samstag in Stuttgart veröffentlichten Mitteilung auf einen Ländervergleich des Statistischen Bundesamtes.

Die niedrigste Pflegequote in dieser Altersgruppe weist nach TK-Angaben Schleswig-Holstein mit 32,8 Prozent auf, die höchste Mecklenburg-Vorpommern mit 51,3 Prozent. Der bundesweite Durchschnittswert liegt bei 38,2 Prozent. Die Frauen sind dabei mit einer Pflegequote von 15,5 Prozent deutlich pflegebedürftiger als die Männer (11,8 Prozent). Bei den über 90-Jährigen sind die Senioren in Bayern am wenigsten pflegebedürftig (58,1 Prozent), am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (79,1 Prozent).

Die großen Unterschiede zwischen den Ländern machen aus Sicht der TK deutlich, dass bei dem geplanten Präventionsgesetz der Bundesregierung regionale Aspekte stärker berücksichtigt werden müssten. „Wer Pflegebedürftigkeit im Alter verhindern will, muss sich genau die Situation in dem jeweiligen Bundesland anschauen“, sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Das Gesetz soll im Sommer in Kraft treten.

Nach dem Pflegegesetz müssen die Leistungen der Krankenkassen zur Prävention und Gesundheitsförderung mehr als verdoppelt werden. Dazu soll der derzeitige Ausgabenrichtwert von 3,09 Euro auf 7 Euro angehoben werden, so dass die Krankenkassen künftig jährlich mindestens rund 490 Millionen Euro in Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention ausgeben müssen.

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