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"Teehausbrücke" ohne Teehaus eröffnet

Tourismus "Teehausbrücke" ohne Teehaus eröffnet

Die sogenannte Teehausbrücke in Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) ist am Donnerstag eröffnet worden - allerdings ohne Teehaus. Die Seebrücke war heiß umstritten.

Timmendorfer Strand. Sogar einen Bürgerentscheid gab es zu dem Bauwerk, dessen Spitze ein Teepavillon zieren sollte. Doch die Gemeinde hatte den Vertrag mit dem Investor, dem Hamburger Unternehmer Jürgen Hunke, gelöst. Hunke habe Vereinbarungen des Vertrages nicht eingehalten und geforderte Sicherheiten nicht erbracht, sagte der stellvertretende Bürgermeister Rainer Steen. Deshalb endet die neue Seeschlösschenbrücke, wie sie offiziell heißt, zunächst nach rund 100 Metern an einem Bauzaun. Bis September will die Gemeinde in Eigenregie die noch fehlende 39 Meter breite Plattform an der Spitze samt Gastronomie-Pavillon errichten.

Rund 2,6 Millionen Euro hat der Neubau die Gemeinde gekostet. Ursprünglich hatte Hunke der Gemeinde vertraglich zugesichert, die Mehrkosten in Höhe von 800 000 Euro zu übernehmen, die nötig wurden, um den Brückenkopf bebaubar zu machen. Diese Mehrkosten werde die Gemeinde von Hunke zurückfordern, sagte Steen. Hunke seinerseits hatte nach dem Rücktritt der Gemeinde Schadenersatzforderungen angekündigt. Die Seeschlösschenbrücke ist eine von drei Seebrücken in Timmendorfer Strand. Der Vorgängerbau war baufällig und wurde Ende 2011 abgerissen.

dpa

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