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Telefone in Hamburgs Behörden und Ämtern immer noch gestört

Telekommunikation Telefone in Hamburgs Behörden und Ämtern immer noch gestört

Warteschleifen, Besetztzeichen, kein Anschluss: Schon den zweiten Tag in Folge gibt es Probleme mit den Telefonen in den Hamburger Behörden. Sicher ist sich der Betreiber nur bei einem: Hacker waren es nicht.

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Netzwerkkabel.

Quelle: Armin Weigel/Archiv

Hamburg. Wer momentan versucht, telefonisch bei einem Hamburger Amt zu landen, hat Pech: Auch am Donnerstagnachmittag waren die Telefonanschlüsse vieler Behörden und Ämter gestört. Bereits am Mittwoch waren zeitweise bis zu 6000 Anschlüsse nicht erreichbar gewesen.

Wegen Problemen mit einer Firewall in einem Rechnerverbund waren hunderte Telefonnummern nicht zu erreichen, sagte eine Sprecherin des Dienstleisters Dataport am Donnerstag nachmittag. Der Fehler sei noch nicht behoben. Inzwischen sei man aber dabei, wichtige Nummern auf andere Leitungen umzuschalten, damit zumindest diese wieder angerufen werden könnten.

Betroffen waren am Donnerstag Telefone in 45 Ämtern und Behörden, etwa in Finanzämtern, Kundenzentren oder auch bei der Polizei. Die Notrufnummer 110 sei jedoch nicht betroffen und funktioniere weiter ohne Probleme. Im Laufe des Tages sollten die Nummern der Hamburger Polizei und des Rathauses wieder funktionieren. "Diese Nummern werden momentan prioritär behandelt", sagte die Dataport-Sprecherin.

Wie viele Anschlüsse aktuell nicht funktionierten, konnte sie nicht sagen, weil die Zahl von Minute zu Minute variiere. Welche Telefone jeweils betroffen waren, hing davon ab, ob das Gespräch zufälligerweise genau über die fehlerhafte Firewall lief.

Dataport betreut in der Hamburger Verwaltung rund 80 000 Telefonanschlüsse. 60 000 davon seien bereits auf das ISDN-Nachfolgesystem Next Generation Network umgestellt, die ihrerseits wiederum in fünf Gruppen aufgeteilt seien, sagte die Sprecherin. In einer dieser Cluster mit 16 000 Anschlüssen sei eine der acht Firewalls auffällig, was zu den Ausfällen führe. Am Donnerstagnachmittag sei ein Gespräch mit dem Hersteller geplant.

Einen Hackerangriff schloss die Dataport-Sprecherin als Ursache aus. Dazu sei das Fehlerbild zu diffus.

dpa

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