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200 Wildbienen-Arten leben in Hamburg

Tiere 200 Wildbienen-Arten leben in Hamburg

Die Deutsche Wildtier Stiftung will in Hamburg mehr Lebensräume für Wildbienen schaffen. Naturfreunde werden aufgefordert, Blumenwiesen und Nisthilfen auf einer interaktiven Karte einzutragen. Hamburg brauche mehr Blütenpflanzen, fordert die Stiftung.

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Eine Bienenkönigin (16) ist auf einem Panel eines Bienenstockes zu sehen. Im Sommer paaren sich Bienen - aber nicht in den Bienenstöcken, sondern an eigenen Sammelplätzen.

Quelle: Peter Steffen

Hamburg. Bislang konnten in Hamburg 196 Wildbienenarten nachgewiesen werden, darunter viele gefährdete der „Roten Liste“. Die Stiftung rechnet mit 200 bis 250 Wildbienenarten im Stadtgebiet. Besonders vielfältig sei mit 144 Arten das Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne in Fischbek am südlichen Stadtrand. Der Ohlsdorfer Friedhof dagegen sei mit 37 nachgewiesenen Bienenarten „leicht verarmt“.

Der Flughafen gilt dagegen als idealer Lebensraum für Wildbienen. Auf 230 Hektar erstreckt sich eine blütenreiche Wiese. Im vorigen Jahr wurden zwischen Flughafenzaun und der Umlaufstraße im Sicherheitsbereich erste Wildblumenmischungen gesät und Gehölze gepflanzt.

Weitere Wildbienen-Biotope sind die Elbinsel Kaltehofe in Rothenburgsort, die Evangelische Stiftung Alsterdorf und Hagenbecks Tierpark. In „Planten un Blomen“ wurde in diesem Sommer ein „Fünf-Sterne-Hotel“ für Wildbienen mit knapp 3000 Plätzen eröffnet. Sowohl Wild- als auch Honigbienen erfreuen sich an städtischer Blütenpracht. Dennoch müssen nach Ansicht der Stiftung Wildbienen auch vor den Honigbienen geschützt werden. Beide Arten würden „um die gleichen Ressourcen konkurrieren“.

Von Thomas Morell

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