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Tierschützer wollen Seevögel vor Plastikfäden retten

Tiere Tierschützer wollen Seevögel vor Plastikfäden retten

Mit einer Kletteraktion auf dem Helgoländer Lummenfelsen haben Tierschützer auf die tödlichen Gefahren für Vögel durch Plastikmüll in den Meeren aufmerksam gemacht.

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Auf dem Lummenfelsen brüten viele Basstölpel und Trottellummen. Foto:Carsten Rehder/Archiv

Helgoland. Die Aktivisten seilten sich von 40 Metern Höhe ab, um unter wissenschaftlicher Aufsicht plastikverseuchte Vogelnester zu bergen. Am Lummenfelsen verendeten immer wieder Basstölpel und Trottellummen qualvoll in Plastikfäden, die die Seevögel aus dem Meer fischten und zum Nestbau verwendeten, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwoch mit. Jungvögel seien besonders stark betroffen.

Der Klettereinsatz in Deutschlands kleinstem Naturschutzgebiet sei der Start des Forschungsprojekts von Greenpeace und der Zeitschrift "GEO" gewesen, hieß es. Es soll untersucht werden, wie viel und welche Art von Plastik zum Nestbau genutzt wird, woher es stammt und ob durch menschlichen Eingriff das Vogelsterben verringert werden kann.

An dem Lummenfelsen seien schon von weitem bunte Plastikfäden zu erkennen. Dabei handle es sich um Reste von Grundschleppnetzen, wie sie in der industriellen Fischerei verwendet würden, hieß es. Die Scheuerschutzfransen sollen die schweren Grundschleppnetze vor Abnutzung schützen und reißen bei Bodenkontakt ab. "Mit dieser einkalkulierten, permanenten Plastikverschmutzung verstößt die Fischereiindustrie gegen geltendes internationales Recht", sagte Sandra Schöttner, Meeresexpertin von Greenpeace.

dpa

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