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Tod eines Nebenbuhlers - Erneut lebenslange Haft wegen Mordes

Prozesse Tod eines Nebenbuhlers - Erneut lebenslange Haft wegen Mordes

Für den Mord an dem neuen Lebensgefährten seiner Frau ist ein 55 Jahre alter Angeklagter zum zweiten Mal zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Auch die 10. Große Strafkammer des Kieler Landgerichts hielt es am Donnerstag für erwiesen, dass der Angeklagte seinen Nebenbuhler im März 2010 in der Kieler Wohnung seiner Frau heimtückisch mit mehreren Messerstichen tötete.

Kiel. Die 15 Jahre jüngere Frau wollte mit den Kindern zu ihrem neuen Partner ziehen. Sie lebte bereits seit längerem getrennt von ihrem Mann.

Schon im ersten Prozess im Oktober 2010 wurde der Angeklagte von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts wegen Mordes zur Höchststrafe verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf Revision des Verteidigers auf. Deswegen musste eine andere Strafkammer den Fall neu aufrollen.

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Strafantrag des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Der Mann sei zur Tatzeit wegen einer schweren Depression schuldunfähig gewesen. Das Opfer war ein junger Unternehmer. Er starb am Tag nach der Messerattacke, es war sein 35. Geburtstag.

dpa

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