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Tod unter U-Bahn: Kritik an Justiz in Norddeutschland

Kriminalität Tod unter U-Bahn: Kritik an Justiz in Norddeutschland

Nach der tödlichen Schubs-Attacke auf eine Frau an einer Berliner U-Bahnstation hat Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) mit Blick auf den mutmaßlichen Täter die norddeutschen Justizbehörden kritisiert.

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Der mutmaßliche Täter war ein 28-jähriger Hamburger.

Quelle: Paul Zinken

Berlin. "Es muss die Frage gestellt werden, warum dieser Mann mit seiner Vorgeschichte nicht frühzeitiger gestoppt wurde", teilte Henkel am Mittwoch mit. Nach bisherigen Erkenntnissen sei der mutmaßliche Täter zuvor in mehreren norddeutschen Bundesländern auffällig gewesen.

Laut Berliner Staatsanwaltschaft beging der jetzt 28-jährige Mann vor etwa 15 Jahren eine "erhebliche Gewalttat". Zudem habe es zuletzt in Hamburg weitere Verfahren gegen ihn gegeben. Der Mann habe außerdem unter Betreuung gestanden. Ob eine psychische Erkrankung Ursache dafür sein könnte, blieb offen. Auch Einzelheiten zu bisherigen Delikten wurden nicht genannt.

Henkel zeigte sich über die Tat bestürzt: "In meinem Amt ist man immer wieder mit unfassbaren Gewalttaten konfrontiert. Aber dieses Verbrechen sticht in seinem Wahnsinn noch einmal heraus. Das ist eine entsetzliche Tat."

Das 20-jährige Opfer war am Dienstagabend von dem 28-jährigen Mann vor die einfahrende U-Bahn am Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg gestoßen worden. Sie wurde von dem Zug überrollt und getötet. Zeugen hielten den Mann fest.

dpa

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