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UKSH bekommt Sonderzahlung nach gefährlicher EHEC-Welle

Gesundheit UKSH bekommt Sonderzahlung nach gefährlicher EHEC-Welle

Nach der EHEC-Epidemie im vergangenen Jahr soll das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) eine Sonderzahlung von den gesetzlichen Krankenkassen im Land erhalten.

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UKSH erhält nach Epidemie 1,5 Mio. Euro von Krankenkassen.

Quelle: J. Stratenschulte

Kiel/Lübeck. Wie das UKSH und die Kassen am Donnerstag mitteilten, habe man sich auf einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro geeinigt. Das Geld soll für den zusätzlichen Aufwand des Klinikums im Zusammenhang mit der gefährlichen EHEC-Welle 2011 entschädigen. Tausende Menschen in Deutschland hatten sich mit dem aggressiven Typ des Lebensmittelkeims EHEC infiziert oder litten am HUS-Syndrom, einer Folgeerkrankung von EHEC. Bundesweit starben mehr als 50 Patienten.

Das UKSH behandelte den Angaben zufolge rund 300 EHEC- und HUS-Patienten. Ärzte und Pfleger waren über Wochen Tag und Nacht im Einsatz. Die EHEC-Kosten seien deutlich höher gewesen als die nun vereinbarte Sonderzahlung, sagte der UKSH-Sprecher Oliver Grieve der Nachrichtenagentur dpa. Er bezifferte die Summe auf rund 5,5 Millionen Euro. Jetzt sei die Politik gefordert, die Verluste auszugleichen, so Grieve. In der Mitteilung hieß es: "Es darf nicht sein, dass nur die Gemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten und die betroffenen Krankenhäuser die Kosten einer Epidemie tragen müssen, die die gesamte Gesellschaft betrifft."

Die vereinbarte Sonderzahlung ist den Angaben zufolge eine freiwillige Leistung der Krankenkassen. In dem gesetzlich vorgegebenen Abrechnungssystem über Fallpauschalen ist die Bezahlung von zusätzlichen Aufwendungen nicht vorgesehen. Auch mit anderen Krankenhäusern, die wegen der EHEC-Epidemie zusätzlichen Aufwand hatten, trafen die Kassen Vereinbarungen über Sonderzahlungen.

dpa

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