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Tourismusstrategie kommt an

Umfrage Tourismusstrategie kommt an

Touristiker in Schleswig-Holstein sind wieder zufriedener mit der Politik im Land. Dies ergab eine stichprobenartige Umfrage unter den Akteuren der Branche. Wünsche gibt es dennoch: Beispielsweise nach mehr Geld und Anerkennung.

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Die Tourismusbranche sieht die Landesregierung mit ihrer Tourismuspolitik auf dem richtigen Weg.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Kiel. Die Tourismusbranche sieht die Landesregierung mit ihrer Tourismuspolitik auf dem richtigen Weg. Dies ist das Ergebnis des dritten Tourismus-Politbarometers, das am Mittwoch in Kiel vorgestellt wurde. Die Tourismuswirtschaft sehe ihre Anliegen wieder besser vertreten und gewinne an Vertrauen in die politischen Rahmenbedingungen, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbands Schleswig-Holstein (TVSH), Jörn Klimant. Allerdings dürfe sich die Regierung nun nicht zurücklehnen. „Sie ist noch lange nicht am Ziel angekommen“. So müsse weiter daran gearbeitet werden, dass die neue Tourismusstrategie umgesetzt und alle Beteiligten einbezogen werden.

14 Prozent der Befragten hatten der stichprobenartigen Umfrage zufolge 2014 starkes oder sehr starkes Vertrauen in die Tourismuspolitik der Landesregierung. 5 Prozent gaben an, sehr geringes Vertrauen zu besitzen. 56 Prozent bewegten sich im Mittelfeld. Zum Vergleich: 2012 hatten 8,5 Prozent sehr starkes oder starkes Vertrauen, 13 Prozent sehr geringes und 43 mittleres Vertrauen. Klimant führte diese Steigerungen unter anderem auf die verbesserte Kommunikation zurück. „Wir reden wieder mehr und vertrauensvoller miteinander.“

Mehr Gelder gewünscht

Das Kommunikation aber nicht alles ist, zeigt allerdings ein Blick auf die Frage nach den Wünschen an die Tourismuspolitik. So hätten 36 Prozent der Befragten gerne mehr (Förder)Gelder für ihre Branche. Und die seien auch erforderlich, damit dass Land seine Strategieziele bis 2025 erreichen könne, sagte Klimants Stellvertreter Frank Behrens. So sei die Zahl von 30 Millionen (gewerblichen, statistisch erfassten) Übernachtungen nur zu schaffen, wenn es ausreichend Betten gebe. Dazu brauche es Anschubfinanzierungen für Neubauten, aber auch Mittel für Modernisierungen von Bestandshäusern.

Die Tourismusakteure haben hohe Erwartungen an die Landesregierung, ihre Verantwortung für den Tourismus als bedeutenden Wirtschaftszweig wahrzunehmen, sagte TVSH-Vorstandsmitglied Uwe Wanger.

144.000 Beschäftigte im Tourismus

Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Übernachtungen in gewerblichen Herbergen mit mehr als zehn Betten und auf Campingplätzen bei 26,3 Millionen. Rund 6,9 Milliarden Euro setzte die Branche nach Angaben des TVSH 2014 um. 144 000 Menschen arbeiteten im Tourismus. Die maritime Wirtschaft inklusive Schiffbau generiert den Angaben zufolge mit 47 000 Beschäftigten zum Vergleich rund 8,5 Milliarden Euro Umsatz. Der Sektor der erneuerbaren Energien setzt demnach mit rund 15 400 Mitarbeitern rund 3,5 Milliarden um.

Das Touristische Politbarometer wurde vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide erstellt. Online wurden vom 13. Januar bis 26. Februar dieses Jahres 570 touristische Akteure befragt. 182 antworteten. Diese Rücklaufquote von etwa einem Drittel sei ein durchaus üblicher Wert für solche Befragungen in der Branche, sagte TVSH-Geschäftsführerin Catrin Homp.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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