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Ein Toter bei Unwetter

Gewitter im Norden Ein Toter bei Unwetter

Bei einem schweren Unwetter ist ein 26-Jähriger am Hamburger Fischmarkt durch ein einstürzendes Vordach getötet worden. Die Teile seien am Dienstagnachmittag auf sein Auto gefallen und hätten den Mann eingeklemmt, sagte ein Polizeisprecher. Die schwangere Lebensgefährtin des Opfers, die ebenfalls im Wagen saß, kam verletzt in ein Krankenhaus.

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Ein Feuerwehrmann in Hamburg-Sankt Pauli vor einem mit Dachteilen verschütteten Auto: Bei dem Unglück ist ein Mann ums Leben gekommen, eine schwangere Frau wurde schwer verletzt. Ein Unwetter sorgte für viele Sturm- und Wasserschäden im Norden.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Kiel. Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern und Starkregen ließen in der Hansestadt Bäume und Äste auf Straßen und Autos stürzen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Dabei seien drei weitere Menschen in ihren Wagen eingeklemmt worden. Besonders im Nordosten Hamburgs behinderten Böen und heftiger Regen den Verkehr. Eine S-Bahn-Linie konnte etwa eine Stunde lang nicht fahren, weil ein Baum auf die Gleise gestürzt war.

Die Feuerwehr war wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume im Dauereinsatz. Innerhalb kurzer Zeit gingen rund 300 Notrufe ein. Auch der Sprecher der Hamburger Feuerwehr konnte seinen Lagedienst mehr als eine Stunde nicht erreichen.

Die Zugstrecke zwischen Hamburg und Lübeck war vorübergehend in beide Richtungen gesperrt — ein Baum war auf die Bahngleise gefallen. Die Fahrgäste wurden mit Bussen weitertransportiert. Ein ICE musste auf dem Weg zwischen Hamburg und Dortmund auf Gütergleise umgeleitet werden, weil ein Baum auf eine Oberleitung gekippt war.

Wegen des Unwetters war nur ein eingeschränkter Betrieb der Buslinien in Hamburg möglich. Eine Haltestelle in Wandsbek wurde unterspült und konnte zwischenzeitlich nicht angefahren werden. Aufgrund umgestürzter Bäume wurde zudem auf der Linie U1 zwischen Berne und Ohlstedt in beiden Richtungen ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auf dem Abschnitt Volksdorf bis Großhansdorf sollte die U1 aller Voraussicht nach erst wieder Mittwochfrüh zu Betriebsbeginn fahren, wie die Hamburger Hochbahn mitteilte.

Am Burchardkai im Containerhafen in Hamburg-Waltershof rissen sich durch den heftigen Sturm fünf Containerschiffe los. Sie trieben aufeinander zu und berührten sich, sagte der Polizeisprecher. Dabei sei Schaden in unbekannter Höhe entstanden. Schlepper mussten die Schiffe zurück an die Kaianlagen bugsieren.

Der Flugverkehr auf dem Airport Hamburg-Fuhlsbüttel wurde von dem kurzen, aber heftigen Unwetter nicht beeinträchtigt. Es lägen keine Meldungen über Störungen vor, sagte eine Flughafensprecherin.

Über Kiel zog am 5. Mai 2015 ein heftiges Gewitter. In dieser Bildergalarie finden Sie Leserbilder des spektakulären Naturschauspiels.

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In Schleswig-Holstein verzeichneten die Einsatzkräfte zunächst keine größeren Zwischenfälle. Nach Angaben der Feuerwehr waren Keller überflutet, einzelne Verkehrsschilder flogen durch die Luft. In Lübeck drang Starkregen auch in das Holstentor ein und überflutete Teile des Museums, wie die Feuerwehr mitteilte. „Ebenso wurde das Dach des Heiligen-Geist-Hospitals durch Sturmböen beschädigt, so dass auch hier Regenwasser eindringen konnte.“ Die Einsatzkräfte pumpten das Wasser aus den Gebäuden. Am Nordlandkai stürzte ein Hafenkran auf ein Containerschiff. Menschen wurden nicht verletzt, hieß es.

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