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Urlauber müssen fürs Angeln bezahlen

Zehn Euro Urlauber müssen fürs Angeln bezahlen

In Schleswig-Holstein treten am 1. Juli neue Regeln für Angler in Kraft, die vor allem Urlauber betreffen. Angler aus anderen Bundesländern, die dort einen gültigen Fischereischein besitzen, müssen in Schleswig-Holstein zusätzlich zehn Euro Fischereiabgabe entrichten.

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Angler müssen sich auf neue Regelungen einstellen (Archiv).

Quelle: pae

Kiel. Abgabemarken dazu gibt nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums es bei den örtlichen Ordnungsbehörden, Hafenämtern und Außenstellen der Fischereiaufsicht. Viele Ausgabestellen schicken die Marken gegen Vorkasse zu, eine persönliche Anwesenheit ist nicht erforderlich. Auch viele Angelgeschäfte, Veranstalter von Angelreisen sowie Hotels und Pensionen vor allem in Küstennähe halten die Marken als Service bereit.

Die Abgabemarke wird auf einen Ergänzungsschein geklebt, der beim Angeln - zusammen mit dem Fischereischein des Heimatbundeslandes und gegebenenfalls dem Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer - mitzuführen ist. Dieser Schein wird mit den Marken abgegeben und ist auch im Internet kostenfrei verfügbar.
Urlauberfischereischeine, die das Angeln ohne Fischereischein und die dafür erforderliche Prüfung erlauben, können jetzt auch von Schleswig-Holsteinern genutzt werden. Sie kosten zehn Euro, gelten jeweils 28 Tage und können dreimal im Kalenderjahr in Anspruch genommen werden.

Bei der Erstausgabe kommen zehn Euro für die Fischereiabgabe hinzu. Auch diese Urlauberfischereischeine erhält man bei den genannten Ausgabestellen, die dazu ein Merkblatt zum tierschutzgerechten Angeln ausgeben. Ab dem kommenden Jahr sollen Fischereiabgabe und Urlauberfischereischeine auch online bezogen werden können.
Die Einnahmen aus der Fischereiabgabe kommen in vollem Umfang den Fischen und Gewässern, Fischern und Anglern zu Gute. Daraus wird beispielsweise das umfangreiche Besatzprogramm "Fischhorizonte" finanziert sowie Behindertenangelplätze oder Forschungsvorhaben zum Aal.

Eine andere Regelung betrifft die Nutzung eines Setzkeschers: Zur Frischhaltung des Fanges als Lebensmittel dürfen jetzt Schonsetzkescher aus knotenlosem Material mit einer Länge von mindestens 3,50 Metern und einem Durchmesser von mindestens 50 Zentimetern verwendet werden, die waagerecht aufzustellen sind.

Angelveranstaltungen sind in Schleswig-Holstein künftig zugelassen, wenn der Fang verzehrt wird oder bei Hegefischen dem Besatz oder als Futtermittel dient.  
Grundlage der neuen Regelungen ist die Verordnung zur Durchführung des Landesfischereigesetzes (LFischG-DVO). Sie setzt das neue Fischereigesetz vom Oktober 2011 um.

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