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Venustransit - 1000 Sternegucker im Hamburger Planetarium

Wissenschaft Venustransit - 1000 Sternegucker im Hamburger Planetarium

Mehr als 1000 Hobby-Astronomen haben am frühen Mittwochmorgen im Hamburger Planetarium das Vorbeiziehen der Venus an der Sonne beobachtet. In der Hansestadt konnten die begeisterten Besucher das Jahrhundertschauspiel bei guter Sicht durch ein Teleskop mit Filter sehen.

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Mehrere Menschen beobachteten das Spektakel live.

Quelle: Angelika Warmuth

Hamburg. "Ohne Filter würde man sich sofort die Netzhaut wegbrennen", sagte der Wissenschaftsjournalist am Planetarium, Stephan Fichtner. Allein mit einer Spezialbrille war das seltene Spektakel allerdings nur undeutlich zu erkennen - trotz guter Sicht.

Der Himmel über Hamburg war nach Sonnenaufgang um 04.53 Uhr nur zeitweise bewölkt. Rund zwei Stunden später hatte der hellste Planet am Nachthimmel die Sonnenscheibe passiert. Das Schattenspiel hatte kurz nach Mitternacht unserer Zeit begonnen - nur das Ende der Wanderung war daher in Europa zu sehen.

Der sogenannte Transit ist wie eine Mini-Sonnenfinsternis. Die Venus schiebt sich als dunkles Scheibchen vor die leuchtende Sonne. Ein solcher Durchgang kann nur dann stattfinden, wenn Sonne, Venus und Erde in einer perfekten geraden Linie stehen. Der vergangene Venustransit war in Mitteleuropa wesentlich einfacherer zu beobachten. In voller Länge konnte er am 8. Juni 2004 am Sommerhimmel von Mitteleuropa aus betrachtet werden. Erst in 105 Jahren wird die Venus wieder vor der Sonne entlangspazieren.

dpa

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