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Verfahren gegen Ex-Sparkassenvorstände wegen Uhse-Kredit eröffnet

Prozesse Verfahren gegen Ex-Sparkassenvorstände wegen Uhse-Kredit eröffnet

Vor dem Landgericht Kiel wird nun doch das Untreue-Verfahren gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der Flensburger Sparkasse eröffnet. Das Oberlandesgericht (OLG) in Schleswig gab damit teilweise der Kieler Staatsanwaltschaft Recht, die gegen die Einstellung des Verfahrens im Juni Revision eingelegt hatte.

Schleswig/Kiel. Das teilte das OLG am Dienstag mit (Beschluss vom 20. Juli 2015, 2 Ws 192/15).

Hintergrund des Verfahrens sind nicht abgesicherte Kredite in Höhe von 45 Millionen Euro zur Stützung des Aktienkurses des Erotikunternehmens Beate Uhse AG. Ehemalige Vorstände der Sparkasse sollen die Verfahrensvorschriften für die Kreditbewilligung "ersichtlich und gezielt unterlaufen haben".

Zwei von ihnen müssen sich nun wegen Untreue in vier besonders schweren Fällen vor der Wirtschaftsstrafkammer des Kieler Landgerichts verantworten. "Bei vorläufiger Tatbewertung ist eine Verurteilung in einer späteren Hauptverhandlung wahrscheinlicher als ein Freispruch", begründete das OLG die Zulassung der Klage. Bei vier weiteren Angeschuldigten bestehe dagegen "keine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Verurteilung kommen wird".

Das OLG widersprach auch der Auffassung des Landgerichts Kiel, die Vorwürfe seien verjährt. Die Frist beginne erst mit dem Ende der Straftat, in diesem Fall im Jahr 2008.

dpa

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