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Vierjährigen nicht versorgt: Prozess erneut gescheitert

Prozesse Vierjährigen nicht versorgt: Prozess erneut gescheitert

Vor dem Landgericht Flensburg ist der Prozess gegen eine Mutter, die ihren vierjährigen Sohn über Wochen alleine gelassen haben soll, zunächst gescheitert. Die Angeklagte, die mittlerweile in Herzogenrath bei Aachen lebt, war auch am Dienstag nicht zur Hauptverhandlung erschienen.

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Heute beginnt der Prozess gegen eine Mutter wegen versuchten Totschlags.

Quelle: A. Warmuth/Archiv

Flensburg. Da die Frau bereits am Montag fehlte, hat die Kammer am Montagvormittag die Polizei in Aachen angerufen, damit diese die Frau nach Flensburg bringt. Diese habe sich jedoch nicht zuständig gefühlt, sagte der Vorsitzende Richter. Ein Kompromiss, dass die Aachener Polizei die Frau bis nach Münster bringt und sie dort von den Flensburger Kollegen abgeholt wird, konnte zeitnah nicht bewerkstelligt werden.

Gegen die Angeklagte wird nun Haftbefehl erlassen. Offensichtlich gehe es nicht anders, die Frau müsse wohl in Haft genommen werden, sagte der Vorsitzende Richter. Ein erneuter Prozess wird nun voraussichtlich Anfang Mai 2016 stattfinden.

Die jetzt 38 Jahre alte Frau ist wegen versuchten Totschlags an ihrem Sohn angeklagt. Sie soll im August und September 2012 in Flensburg ihr Kind rund drei Wochen lang in der abgeschlossenen Wohnung alleingelassen haben. Der Junge aß während der Zeit, was er in der Wohnung fand, und trank Leitungswasser. Der Junge wurde gerettet, weil er Termine bei einer Logopädin versäumt hat, die dann nach dem Rechten gesehen hat.

dpa

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Eine Angeklagte erscheint nicht vor Gericht. Zweimal hintereinander Sie lebt mittlerweile in NRW. Die Kammer bittet die dortige Polizei, die Frau nach Flensburg zu bringen. Die fühlt sich nicht zuständig. Ergebnis: Ein Haftbefehl und ein echter Prozessbeginn erst im Mai.

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