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Das lange Warten auf den Urlaub

Staugefahr zu Ferienbeginn Das lange Warten auf den Urlaub

Sommer, Sonne, Urlaub – endlich hat auch der Norden Ferien. Doch vor dem Spaß kommt meist der Stau auf den Autobahnen. Neben Schleswig-Holstein beginnen dieses Wochenende auch in Mecklenburg-Vorpommern die Sommerferien. Hamburg, Berlin und Brandburg haben bereits seit Donnerstag frei. Wer in die Urlaubsorte an Nord- und Ostsee oder Richtung Skandinavien will, sollte früh losfahren.

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Zum Ferienbeginn drohen wieder zahlreiche Staus auf den Autobahnen im Norden.

Quelle: Daniel Friederichs/dpa

Kiel/Hamburg. Das Nadelöhr ist wieder der Elbtunnel. Da heute außerdem Bettenwechsel in Dänemark ist, erwartet die Polizei auf der Nord-Süd-Achse viel Betrieb. Gerade rund um die Rader Hochbrücke bei Rendsburg und den Baustellen kann der Verkehr auf der A7 stocken. Problematisch wird es auch auf der Autobahn 1 Richtung Lübeck und Fehmarn.

Hochbetrieb herrscht auch in der Luft: Auf dem Flughafen in Hamburg blieb es zwar am Freitag mit 226 Flügen und etwa 27000 Passagieren noch „relativ normal“, wie eine Sprecherin berichtete. Die erwarteten insgesamt 352 Starts am Wochenende seien hingegen „total überdurchschnittlich“. Der Flughafen Hamburg rechnet an den ersten fünf Ferientagen mit 123000 Passagieren – entsprechend rar sind Parkplätze und die Schlagen vor den Schaltern lang. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Ziele stehen Spanien, die Türkei und Griechenland.

Ölstand prüfen, Kühl- und Wischwasser nachfüllen, Reifendruck testen: „Jeder Autofahrer sollte seinen Wagen checken, bevor er sich auf eine lange Reise begibt“, sagte Hans-Jürgen Feldhusen, Verkehrsexperte beim ADAC. Wegen des Ausbaus der A7 rät er allen Urlaubern, in diesem Jahr antizyklisch oder besonders früh loszufahren. Da die Staugefahr in beiden Richtungen besonders hoch ist, sollte man sich genügend Getränke und Essen mitnehmen. Für die Kinder gilt es, Spielsachen oder Bücher im Gepäck zuhaben.

Die Polizei ist auf die erste Welle gut vorbereitet“, sagt Jürgen Börner, Sprecher des Landespolizeiamtes. Die Feuerwehren im Land sind hingegen in großer Sorge. Sollte es in den Baustellenabschnitten krachen, haben die Retter Schwierigkeiten, an die Unfallstelle zu kommen. Dazu wurde kürzlich ein Konzept erarbeitet, wonach die Einsatzkräfte versuchen, von beiden Seiten auf der Autobahn oder über Feldwege von der Seite an die verunglückten Wagen zu kommen. Der Landesfeuerwehrverband appelliert daher erneut an alle Autofahrer, bei Unfällen eine Rettungsgasse freizuhalten. „Fahrzeug auf der linken Fahrbahn müssen zum linken Fahrbahnrand gelenkt werden, auf der rechten Seite zum rechten Seitenstreifen“, sagte Ralf Kirchhof, stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes. In Deutschland, Tschechien, Österreich und Ungarn ist die Rettungsgasse vorgeschrieben. Wer dem nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die hier mit 20 Euro geahndet wird. „In Österreich werden uneinsichtige Autofahrer mit bis zu 2180 Euro zur Kasse gebeten“, so Kirchhof. Der Standstreifen wird von den Rettern ungern genutzt, weil er teilweise nicht auf ganzer Länge ausgebaut ist oder durch liegengebliebene Wagen blockiert sein kann.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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