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Wasser-Untersuchung: Plastik bindet viele Giftstoffe

Forschung Wasser-Untersuchung: Plastik bindet viele Giftstoffe

Mikroplastik in Gewässern im Norden und Osten bindet nach einer Untersuchung von Hamburger Wissenschaftlern deutlich mehr Schadstoffe im Sediment als bisher vermutet.

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Mikroplastik-Teilchen mit einem Centstück zum Größenvergleich.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv

Hamburg. Die kleinen Plastikteile seien um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment. So lautete nach Angaben vom Mittwoch das Ergebnis von Expeditionen, die ein Forscherteam von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) auf dem Forschungsschiff "Aldebaran" unternahm.

"Die neuen Erkenntnisse sind deshalb so brisant, weil diese Giftcocktails in die menschliche Nahrungskette gelangen", sagte Professor Gesine Witt von der HAW. Die Wissenschaftler waren 2000 Kilometer gefahren und hatten Proben in Elbe, Weser, Trave, im Boddengewässer sowie in Nord- und Ostsee genommen. Die größte Schadestoffbelastung sei nahe der Kläranlage Lübeck festgestellt worden, hieß es.

Die winzigen Plastikteile seien wie ein Magnet für Schadstoffe, je länger sie im Wasser herumtreiben. Die Forscher wüssten nun besser, "wo sich die unterschiedlich großen Teile nach ihrem Gebrauch im Gewässer oder im Sediment aufhalten", erklärte Witt. Das Forschungsprojekt hat ein Volumen von mehr als 200 000 Euro.

dpa

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