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Polizei setzt Wasserwerfer ein

Schanzenfest in Hamburg Polizei setzt Wasserwerfer ein

Nach dem traditionellen Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel blieb es zunächst friedlich. Später kam es doch noch zu kleineren Ausschreitungen. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

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Zwei Feuer brennen in Hamburg im Schanzenviertel auf der Schanzenstraße. Mit der Vorverlegung des traditionellen Schanzenfests protestierten Bewohner und Aktivisten des Viertels gegen die Gentrifizierung des Areals des Schanzenhofs.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Hamburg. Im Hamburger Schanzenviertel ist es nach dem traditionellen Schanzenfest erneut zu kleineren Ausschreitungen gekommen. Nach einem zunächst friedlichen Straßenfest rückte die Polizei am Samstagabend mit Wasserwerfern an. Es seien immer wieder Feuer angezündet worden, Flaschen seien in Richtung der Beamten geflogen, sagte ein Polizeisprecher am Ostersonntag. Sechs Menschen wurden vorläufig festgenommen, sieben weitere kamen in Gewahrsam. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Zwei Wasserwerfer wurden nach Polizeiangaben durch Flaschenwürfe beschädigt. Auch ein hochwertiges Auto sowie drei Schaufensterscheiben von Geschäften seien Ziel von Randalierern gewesen.

Tausende Menschen hatten zuvor das Schanzenfrühjahrsfest mit Flohnmarkt- und Infoständen besucht. Die Polizei sprach von rund 4000 Besuchern — und einer zunächst „absolut ruhigen, absolut friedlichen Stimmung“. Das alternative Schanzenfest, das eigentlich erst im Spätsommer stattfindet, war in diesem Jahr vorverlegt worden — aus Protest gegen die Kündigung von Mietern des sogenannten Schanzenhofs, einem alternativen Stadtteilprojekt. Sie sollen Ende März ausziehen.

In den vergangenen Jahren war es nach dem Schanzenfest meist zu Krawallen gekommen. In diesem Jahr hatte die Polizei auf einen friedlichen Verlauf gehofft. „Es ist ärgerlich, dass es zu einem Polizeieinsatz kommen musste und sich einzelne Gruppen dazu haben hinreißen lassen, Gewalt anzuwenden“, sagte der Sprecher. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren blieb es allerdings deutlich ruhiger. Mehr als 200 Beamte waren im Einsatz.

Am Samstagabend habe ein Wasserwerfer erste kleine Feuer auf der Straße gelöscht, erklärte der Polizeisprecher. Aus Müll und Holz hätten einzelne Gruppen schließlich kleine Barrikaden errichtet und angezündet. Aus einem Aufzug von etwa 40 — teils vermummten - Menschen heraus seien zudem Flaschen geworfen worden. Böller und Feuerwerkskörper seien gezündet worden. Nach einem letzten Einsatz gegen 1.10 Uhr in der Nacht zum Sonntag sei die Polizei dann abgerückt. Die sechs Festnahmen erfolgten unter anderem wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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