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Zerstörerfahrer trafen sich wieder

Holstenhallen Neumünster Zerstörerfahrer trafen sich wieder

Etwa 500 ehemalige Besatzungsmitglieder der Zerstörer der Deutschen Marine haben sich am Sonnabend in den Holstenhallen Neumünster zu einem Festball getroffen.

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Bernd Rosenbecker mit Frau Birgit traf seinen alten Kommandanten und späteren Inspekteur Hans-Rudolf Boehmer (rechts) mit Frau Katrin (zweite von rechts) wieder.

Quelle: Frank Behling

Neumünster. Die Ära der Zerstörer endete in der Deutschen Marine vor zwölf Jahren im Dezember 2003 mit der Außerdienststellung der „Lütjens“ in Wilhelmshaven. Die „Lütjens“ und ihre Schwesterschiffe „Rommel“ und „Mölders“ bildeten von 1969 bis 2003 das 1. Zerstörergeschwader in Kiel. Die in den USA gebaute Einheiten waren mit je 330 Besatzungsmitgliedern damals die größten Kampfschiffe der Bundesmarine.  Ein großer Teil der Soldaten hat aber auch ohne die Schiffe Kontakt gehalten. Bordkameradschaften und Freundeskreise haben sich gebildet und sind über das ganze Bundesgebiet verstreut.      

Diese Zusammengehörigkeit nahmen jetzt Angehörige der ehemaligen Besatzungen zum Anlass, um einen Ball zu organisieren. Mit Erfolg: Über 500  Gäste begrüßte Axel Schimpf am Sonnabend in den Holstenhallen in Neumünster. „Es ist die Familie der 103-Fahrer, die aus dem ganzen Bundesgebiet gekommen ist. Es hätten auch noch ein paar mehr sein sollen, doch der Streik der Lockführer hat leider auch bei uns seine Wirkung gezeigt“, sagte Schimpf. Er war von 1992 bis 1994 Kommandant der „Lütjens“ und zuletzt bis Oktober vorigen Jahres als Vizeadmiral Inspekteur der Marine.

„Wir wollten einfach mal wieder die Gelegenheit für ein Fest nutzen. Die letzten Bälle sind ja schon Jahre  her“, sagte Jürg Valerius, ebenfalls „Lütjens“-Fahrer. Er hatte zusammen mit Uwe Heine und Michael Pauli den Ball in Neumünster organisiert. „Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, sich mal wieder zu sehen und über die alten Zeiten zu schnacken“, sagt Bernd Rosenbecker, ehemals Decksmeister der „Lütjens“ und Hafenmeister im Marinestützpunkt Kiel.  

Den Weg zum Geschwaderball nach Neumünster hatten Angehörige aller Dienstgradgruppen, die von 1969 bis 2003 auf den Schiffen gedient hatten angetreten. So waren auch aktive wie ehemalige Admirale nach Neumünster gekommen. Darunter auch Hans-Rudolf Boehmer, der 1983 bis 1985  Kommandant der „Lütjens“  war und dann später ebenfalls als Vizeadmiral später Inspekteur der Marine wurde. 2019 steht dann das nächste Datum an. Dann jährt sich der Tag der Indienststellung der „Lütjens“ zum 50. Mal. „Das wäre doch auch wieder ein toller Anlass für das nächste Fest“, sagte Axel Schimpf in seiner Rede.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH