12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Zug überfährt Rinder

Bahnstrecke nach Sylt voll gesperrt Zug überfährt Rinder

Rinder auf den Bahngleisen — schon öfter führte das in Schleswig-Holstein zu Zugunglücken. Meist kommen die Reisenden glimpflich davon. Am Mittwoch ist die Insel Sylt betroffen: Rinder eines Keitumer Landwirtes waren auf der Strecke nach Niebüll.

Voriger Artikel
Hamburger Staatsanwaltschaft warnt vor gefälschten Briefen
Nächster Artikel
Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft war kein Anschlag

Auf der Strecke von Sylt nach Hamburg hat ein Zug der Nord-Ostsee-Bahn am frühen Mittwochmorgen vier Rinder überfahren.

Quelle: Sven Janssen

Westerland. Auf der Strecke von Sylt nach Hamburg hat ein Zug der Nord-Ostsee-Bahn am frühen Mittwochmorgen vier Rinder überfahren. Menschen wurden nicht verletzt, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete. Die Bahnstrecke musste in beide Richtungen etwa anderthalb Stunden voll gesperrt werden. Gegen 6.30 Uhr konnte ein Gleis wieder freigegeben werden, gegen 7 Uhr auch das zweite, erklärte der Sprecher. Auch der Sylt-Shuttle der Deutschen Bahn war betroffen.

Die insgesamt 20 Reisenden wurden den Angaben zufolge zurück nach Morsum auf die Insel gebracht. Trotz beschädigter Bremsschläuche konnte die Bahn mit Schrittgeschwindigkeit nach Westerland zurückgefahren werden. Die Rinder gehören laut Bundespolizei einem Landwirt aus dem Inselort Keitum. Warum die Tiere auf die Gleise gelangen konnten, war zunächst unklar. Sollte dem Halter der Tiere ein Fehlverhalten nachzuweisen sein, müsse er sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. „Wir prüfen derzeit, ob ein strafbares Verhalten vorliegt.“

Die Höhe des Schadens stand zunächst nicht fest. Am betroffenen Zug selbst seien nur einige Schläuche abgerissen, sagte der Sprecher. Möglicherweise stellten aber noch Reisende und Zugunternehmen Forderungen.

In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach zu Zusammenstößen von Zügen mit Rindern. 2013 etwa raste eine Bahn bei Husum in eine Herde Jungrinder. Menschen wurden nicht verletzt. Ebenfalls 2013 wurde die Strecke Kiel-Neumünster wegen eines ähnlichen Vorfalls vorübergehend gesperrt. 2012 starb ein Mann, als in Nordfriesland ein Zug mit Rindern kollidierte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel