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Erstes Jagdverbot im Norden

Schleswig-Holstein Erstes Jagdverbot im Norden

Erfolg für Jagdgegner in Schleswig-Holstein: Zwei Grundeigentümer aus dem Kreis Steinburg haben nach der Änderung des Bundesjagdgesetzes das erste Jagdverbot im Norden erstritten. Das ihnen gehörende 6,4 Hektar große Grundstück wurde aus ethischen Gründen „befriedet“. Das Jagdverbot gilt ab Anfang April, bestätigte Eigentümer Marco Bernardi am Freitag.

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Erster Erfolg für Jagdgegner: Das Grundstück zweier Eigentümer wurde aus ethischen Gründen „befriedet“.

Quelle: dpa

Kiel . Ursprünglich sollte das Jagdrecht bis 2029 ausgeübt werden dürfen.

Er bemühe sich mit seiner Frau seit Jahren darum, eine Ruhezone für Wild zu schaffen, sagte Bernardi. Auf seinem Gelände lebten auch seltene Vogelarten. 2012 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), dass Grundeigentümer die Jagd auf ihrem Boden nicht dulden müssen. Das deutsche Jagdrecht musste angepasst werden.

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) betonte gegenüber der dpa, „es ist gut und richtig, dass dieses nun möglich ist“. Er fügte hinzu: „Wer aus ethischen Motiven heraus die Jagd grundsätzlich ablehnt, darf nicht gezwungen werden, einer Jagdgenossenschaft anzugehören.“

In Schleswig-Holstein wurden nach Angaben des Umweltministeriums bisher 23 Anträge auf Befriedung gestellt. Die Prüfung der übrigen 22 Fälle dauere unter Umständen noch etliche Wochen.

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