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Kleinere Rangeleien mit der Polizei

Demos in Hamburg Kleinere Rangeleien mit der Polizei

Türken demonstrieren gegen den Terror der PKK, Kurden gegen die „Faschisten“ in der Türkei. Trotz großer Emotionen auf beiden Seiten kann ein Großaufgebot der Hamburger Polizei Zwischenfälle verhindern.

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Die Polizei war in Hamburg mit mehreren Hundertschaften im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern. Als die Demonstranten in Richtung Sternschanze zurückgingen, wurde ein Böller auf ein Polizeipferd geworfen.

Quelle: Lukas Schulze/dpa

Hamburg. Ein Anti-Terror-Protest nationalistischer Türken und eine Gegendemonstration sind am Sonntag in Hamburg weitgehend friedlich verlaufen. Die Polizei verhinderte mit einem Großaufgebot, dass die beiden Gruppen am Dammtorbahnhof aufeinandertrafen. Etwa 300 Türken hatten sich dort nach Angaben der Polizei versammelt. Erwartet worden waren 1000.

Zu der Gegendemonstration hatten linke und kurdische Gruppen aufgerufen. Etwa 1200 Menschen zogen vom Bahnhof Sternschanze zum türkischen Generalkonsulat in der Nähe des Dammtorbahnhofs. Sie bezeichneten die türkischen Demonstranten als „Faschisten“ und bekannten ihre Unterstützung für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK.

Kleinere Rangeleien mit der Polizei

Nach dem offiziellen Ende dieser Demonstration kam es zu kleineren Rangeleien mit der Polizei, bei der eine Beamtin leicht verletzt wurde. Vereinzelt hätten Demonstranten vergeblich versucht, durch den Bahnhof zu der Versammlung der Türken zu gelangen. Als die Demonstranten in Richtung Sternschanze zurückgingen, wurde ein Böller auf ein Polizeipferd geworfen. Der Feuerwerkskörper verfing sich unter dem Sattel und explodierte. Die Reiterin wurde leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Gegen den Werfer sowie drei weitere Demonstranten, die Flaschen geworfen haben sollen, werde wegen gefährlicher Körperverletzung und Verdacht des Landfriedensbruch ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Sie wurden festgenommen.

Hier sehen Sie Bilder von den Demonstrationen in Hamburg.

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Am Rande des Marsches sei ein weiterer Mensch verletzt worden. Zu Details konnte der Polizeisprecher noch nichts sagen. Später habe es weitere Rangeleien mit Demonstranten aus der linken Szene an der Sternschanze gegeben.

Die meisten der rund 300 türkischen Teilnehmer des „Friedensmarsches“, unter ihnen viele Frauen und Mädchen, hatten sich in Nationalfahnen gehüllt oder schwenkten Fähnchen. Sie hielten Reden in türkischer Sprache, riefen Anti-PKK-Sprechchöre und tanzten zu lauter Musik aus dem Lautsprecherwagen. Die Polizei sprach hier von einem weitgehend friedlichen Verlauf.

1300 Polizisten waren im Einsatz

Die Versammlung hatte die türkische Gruppe „AYTK“ angemeldet, die auch in anderen Städten wie Köln, Frankfurt und Hannover am Sonntag zu Kundgebungen aufgerufen hatte. Zum Anlass nahm sie die jüngsten Terroranschläge in Ankara und Istanbul. Der „AYTK“ wird von anderen Organisationen, darunter Kurden und Armenier, vorgeworfen, nationalistisch zu sein und der türkischen islamisch-konservativen Regierungspartei AKP nahezustehen. Auch in Köln, wo 5000 Demonstranten erwartet worden waren, kamen nur knapp 400.

In Hamburg waren rund 1300 Beamte aus mehren Bundesländern und von der Bundespolizei den Angaben zufolge im Einsatz. Vor dem Dammtorbahnhof, in der Sternschanze und vor dem türkischen Generalkonsulat standen auch Wasserwerfer, Räumpanzer und eine Reiterstaffel bereit. Von einem Hubschrauber aus beobachtete die Polizei das Geschehen aus der Luft.

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