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Messe Husum Wind 2015 wird eröffnet

600 Aussteller Messe Husum Wind 2015 wird eröffnet

26 Jahre nach ihrer Premiere in einer Viehauktionshalle zeigt sich die Messe Husum Wind in neuem Gewand. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig würdigt bei der Eröffnung die „Mutter aller Windmessen“ und betont die Bedeutung der Windenergie für den Norden.

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) spricht bei der Eröffnung der Messe "HUSUM Wind" in Husum.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Husum. Die Messe Husum Wind 2015 hat am Dienstag mit einem neuen Konzept ihre Tore geöffnet. Unter dem Motto „Die Energiewende konkret erleben“ präsentiert sie sich erstmals als Regionalmesse für den deutschsprachigen Markt. Rund 650 Aussteller werden den erwarteten 20 000 Besuchern vier Tage lang Produkte und Dienstleistungen rund um die Windindustrie zeigen. Husum sei die „Mutter aller Windmessen“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bei der Eröffnung.

Schleswig-Holstein habe europaweit an der Entwicklung der Windenergie-Branche überdurchschnittlichen Anteil, betonte er. „Wenn wir über die Zukunft Schleswig-Holsteins nachdenken, dann ist Windenergie der zentrale Standortfaktor. Unser Land ist Vorreiter und Vorbild, wenn es darum geht, die Energiewende mit Leben zu füllen und unsere Stromnetze mit Energie“, sagte Albig.

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bezeichnete Schleswig-Holstein und die Hansestadt als „Vorreiter der Energiewende in Deutschland und vielleicht auch in Europa“. Norddeutschland sei das europäische Kraftzentrum der zukunftsträchtigen Windbranche, sagte er.

Der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers, wies auf die Bedeutung der erneuerbaren Energien für Deutschland hin. Rund 350 000 Menschen würden in diesem Sektor aktuell arbeiten, 140 000 davon in der Windenergie-Branche. „Wir zählen zu einer der wesentlichen Säulen der deutschen Industrielandschaft.“ Die Branche könne für Deutschland eine Bedeutung bekommen, wie sie derzeit die Automobilbranche innehabe.

Länderpartner der Messe ist Baden-Württemberg. Der Südwesten gilt als wichtige Zulieferer-Region für die Windindustrie.

Die Aussteller sind unter anderem aus Dänemark, den Niederlanden, Polen und Australien angereist. Neben internationalen Branchengrößen stellen auch viele junge Unternehmen ihre Neuheiten auf einer Ausstellungsfläche von rund 25 000 Quadratmetern vor.

Die Veranstalter bieten den Besuchern ein umfangreiches Programm mit Foren, Workshops, Podiumsdiskussionen und Seminaren. Dazu kommen Exkursionen — etwa zu einem Bürgerwindpark. Zudem werden auf der Jobmesse „Windcareer“ die Berufsfelder und Einstiegsmöglichkeiten der Branche vorgestellt.

Vor 26 Jahren war die Husumer Windenergie-Messe ins Leben gerufen worden: Die ersten Aussteller präsentierten 1989 ihre Exponate noch in einer Viehauktionshalle. Parallel zur steigenden Bedeutung der Windkraft wurde sie zu einer internationalen Leitmesse, doch 2012 war mit rund 1200 Ausstellern und mehr als 35 000 Besuchern die Kapazität des Standorts an der Nordseeküste erschöpft.

Die Folge: Im Frühjahr 2013 schlossen die Messegesellschaften von Hamburg — dort gab es ebenfalls eine Windenergie-Schau — und Husum eine Kooperation. Danach findet in der Hansestadt in den geraden Jahren die internationale Leitmesse statt, in den ungeraden Jahren veranstaltet Husum die Regionalmesse für den deutschsprachigen Markt. „Vor drei Jahre war ich nicht ganz so sicher, dass die Husum Wind das so gut überstehen würde“, sagte Husums Messechef Peter Becker.

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