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A7-Bauarbeiten Voll im Zeitplan

Gute Nachrichten für Autofahrer auf der A7: In Hamburg ist am Montag der neue Ostteil der Langenfelder Brücke für den Verkehr freigegeben worden.

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Von sechs auf acht Spuren: Die Langenfelder Brücke in Hamburg-Stellingen wird im Zuge des A7-Ausbaus erweitert. Die Hälfte der Brücke ist bereits saniert. Indes sind weiter nördlich in Schleswig-Holstein die ersten Teilstrecken bald sogar komplett fertig.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Kiel/Hamburg. Weiter nördlich soll der Abschnitt zwischen Neumünster-Nord und Bordesholm noch vor Weihnachten komplett fertig werden.

 „Wir sind gut davor“, sagt Christian Merl vom Baukonsortium Via Solutions Nord. Zurzeit laufen auf der wichtigen Pendlertrasse zwischen Neumünster und Kiel die letzten Bauarbeiten. „Wir liegen gut im Zeitplan, so dass der Abschnitt noch in diesem Jahr auf drei anstatt bislang zwei Spuren in beiden Fahrtrichtungen fließen kann“, so Merl.

 Auch auf den übrigen Bauabschnitten im Süden Schleswig-Holsteins kommen die Straßenarbeiter gut voran: „Wir rechnen zurzeit damit, dass die Arbeiten zum Ende des ersten Quartals 2017 abgeschlossen sind, so dass danach auf den bisherigen Entlastungsstrecken sukzessive die Erweiterung der A7 starten kann“, sagt Merl. Bereits zum Jahresende 2016 soll der Rohbau der ersten Tunnelröhre in Schnellsen fertiggestellt werden.

 Viel Lob für den Fortschritt auf der Großbaustelle kommt vom Automobilclub ADAC: „Offenbar ist es in Deutschland doch noch möglich, Projekte umzusetzen, die im Zeit- und Kostenrahmen liegen“, sagt ADAC-Sprecher Ulf Evert. Ein weiteres Beispiel dafür sei der neue Ostteil der Langenfelder Brücke in Hamburg, die über die Bahngleise in Stellingen führt und am Montag freigegeben worden ist. Das Bauwerk gehört zu den am stärksten befahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands. Rund 150000 Fahrzeuge passieren das 400 Meter lange Bauwerk an jedem Werktag. „Die Brücke ist die Hauptverkehrsroute für Autofahrer, die von Hamburg aus nach Schleswig-Holstein wollen“, erläutert Evert.

 Die Brücke muss erneuert werden, um Platz für zwei weitere Fahrspuren zu schaffen. Die A7 wird in Hamburg auf acht Spuren und vom Dreieck Nordwest bis zum Bordesholmer Dreieck südwestlich von Kiel auf sechs Spuren erweitert. Laut Hamburger Verkehrsbehörde soll die Langenfelder Brücke bis 2018 komplett neu gebaut sein. Die Kosten liegen bei 80 Millionen Euro.

 Eine besondere Herausforderung für die Bauplaner ist, dass sämtliche Arbeiten bei laufendem Verkehr über den Gleisanlagen vorgenommen werden. Den Autofahrern stehen zurzeit in Nord- und Südrichtung jeweils drei Fahrspuren zur Verfügung. Während der gesamte Verkehr seit Beginn der Bauarbeiten im Sommer 2014 über den Westteil führte, soll er nun bis zum 9. Dezember auf den neuen Ostteil verlegt werden. Dann wird der Westteil abgerissen und neu gebaut. Für die Anwohner soll die Erweiterung der Autobahn auch einen Gewinn bringen. Der neue Ostteil hat bereits eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand. Auch auf der Westseite soll ein solcher Lärmschutz errichtet werden. ADAC-Sprecher Evert spricht von einem Meilenstein: „Wenn die Brücke fertig ist und die Baustellen davor und dahinter abgeräumt sind, dann wird dies den dichten Verkehr auf der Autobahn 7 immens entzerren.“

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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