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Kein sicheres Pflaster

A7 Höhe Großenaspe Kein sicheres Pflaster

Neuer Baustellen-Ärger stellt Autofahrer auf der A7 vor eine harte Geduldsprobe: Noch bis Dienstagnachmittag geht es in Höhe Großenaspe in beiden Richtungen nur einspurig vorwärts. Schuld sind erneut Absenkungen auf beiden Seiten der Fahrbahn. Die Polizei warnt vor Staus.

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Unfreiwilliges Nadelöhr: Während rechts auf der Baustelle gearbeitet wird, geht es nach Fahrbahnabsenkungen auf der A7 nur einspurig je Richtung vorwärts.

Quelle: Karsten Leng

Großenaspe. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für Autofahrer außerordentlich, nur gibt es kein technisches Verfahren, durch das solche Probleme verhindert werden können“, betont Peter Caspar Hamel vom A-7-Baukonsortium Via Solutions Nord. Er kann und will nicht ausschließen, dass dieses Problem bei folgenden Bauarbeiten erneut auftritt und plötzliche Sperrungen notwendig macht.

In den vergangenen Tagen war in Höhe der Anschlussstelle Großenaspe mit dem Abbruch einer Brücke unterhalb der Autobahn begonnen worden. „Das sogenannte A-Bauwerk ist zu schmal für die künftigen sechs Fahrstreifen der A7“, erläutert der Unternehmenssprecher. Um bis zur Fertigstellung einer neuen Überführung sicher zu gehen, dass Sandaufschüttungen und Wälle rund um die weggerissenen Brückenteile nicht ins Rutschen geraten, hatten Bauarbeiter mit dem Einrammen von Spundwänden begonnen. „Dabei entstehen natürlich Vibrationen, wodurch andere Erdschichten an den Fahrbahnrändern in Bewegung geraten sind“, so Hamel. Die Konsequenz: „Auf einer Länge von zehn bis 15 Metern sind in beiden Fahrtrichtungen jeweils die rechten Spuren bis zu zehn Zentimeter tief abgesackt“, erklärt er.

Damit besteht ein Sicherheitsrisiko, das behoben werden muss. „Schlimmstenfalls könnten Lastwagen ins Schwanken geraten und unter Umständen sogar Auflieger umkippen“, sagt Hamel. Daher habe es Dienstag früh keine andere Alternative gegeben, als die betroffenen Fahrbahnen zu sperren. „Wir haben den Asphalt abgenommen, neuen Schotter und eine neue Asphaltschicht aufgebracht“, erläutert der Sprecher des Baukonsortiums. Allerdings müsse die neue Fahrbahn zwölf Stunden trocknen, bevor sie wieder genutzt werden könne. „Mutmaßlich wird der Verkehr erst am Mittwoch gegen 16 Uhr wieder auf zwei Fahrbahnen in Richtung Norden und Süden fließen können.“

Für Autofahrer bedeutet das erneut akuten Stau-Stress. Erst vor zwei Wochen hatte es kurz vor der Autobahnabfahrt Neumünster-Nord ein vergleichbares Problem gegeben. Auch dort musste ad hoc wegen Abbrüchen an den Fahrbahnrändern eine Spur gesperrt werden. Die Folge waren kilometerlange Staus mitten im Ferienverkehr. Selbst auf den Ausweichstrecken kam es zu massiven Behinderungen.

Via Solutions wirbt um Verständnis: Zwar seien vor Baubeginn geologische Untersuchungen entlang der Trasse in Auftrag gegeben worden. Der Sprecher betonte allerdings, dass sich „so etwas nicht vorhersagen lässt“. Rainer Wetzel von der Polizeidirektion Neumünster empfiehlt, den Bereich großräumig zu umfahren und die Umleitungsstrecken zu nutzen. Dienstag staute sich der Verkehr in Richtung Süden. Auf einer Länge von bis zu acht Kilometern ging es nur im Schritttempo vorwärts. In Richtung Norden staute es sich auf zwei Kilometern.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Neumünster-Nord
Foto: Der Verkehr auf der A7 wird neben den Baustellen auch noch von einer abgesackten Fahrbahn erschwert.

Die Fahrt auf der A7 und auch auf der A215 im Bereich des Bordesholmer Dreiecks in Richtung Süden (Hamburg) wurde am Mittwoch zur echten Geduldsprobe. Kurz vor der Abfahrt Neumünster-Nord hatte sich im Baustellenbereich die rechte Fahrbahn abgesenkt und musste gesperrt werden. eit Donnerstagmorgen um 7 Uhr fließt der Verkehr wieder.

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