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Kirchbarkauer helfen gemeinsam

Abgeschobene Familie Kirchbarkauer helfen gemeinsam

Für die Rückkehr der abgeschobenen Familie C. aus Kirchbarkau sind die Weichen gestellt. Der Unterstützerkreis will eine weitere Hürde aus dem Weg räumen und eine Haftungsgemeinschaft bilden.

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Familie C.

Quelle: Marie-Charlotte Wahl

Kirchbarkau. Es ist ein Schritt von Lippenbekenntnissen hin zu einer Solidargemeinschaft der Tat – und damit möglicherweise eine Blaupause für ähnliche Fälle im Land.Nach der umstrittenen Abschiebung nach Albanien Mitte August hat die sechsköpfige Familie C. nur die Chance, über ein Arbeits- oder Ausbildungsvisum zurückzukehren. „Doch das ist so kompliziert, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie Menschen das ohne Hilfe aus Deutschland schaffen sollen. Und es zeigt, wie dringend wir ein praktikables Zuwanderungsgesetz benötigen“, sagt Simon Rützel-Grünberg vom Unterstützerkreis.

In Tirana konnten Rützel-Grünberg und die ehrenamtliche Beauftragte der Familie, Marie-Charlotte Wahl, mit der Familie Visa für die Ausbildung des Vaters und über den Familiennachzug auch für Mutter und Kinder beantragen. Die Familie musste nachweisen, dass sie aus eigener Kraft mit Ausbildungsentgelt und dem Arbeitsverdienst der Mutter ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Doch der deutsche Staat will sicher gehen, dass er keine Sozialleistungen – abgesehen von Kindergeld – zahlen muss. Daher muss jemand für die Familie bürgen. Marie-Charlotte Wahl ist bereit dazu. Doch sie soll das Risiko nicht alleine tragen: Eine Haftungsgemeinschaft soll gegründet werden, in der jeder im Notfall den gleichen Anteil übernimmt. „Je mehr wir sind, desto kleiner ist das Risiko für den Einzelnen“, sagt Rützel-Grünberg. Erste Mitstreiter gibt es, doch die Zeit drängt.

Heiko und Tanja Hennig aus Kirchbarkau haben derweil ihre Freunde in Albanien besucht und der Familie ihr altes Auto gebracht. "Es war ein sehr emotionales Erlebnis, auch für unsere Kinder, die eng miteinander befreundet sind", sagt Tanja Hennig.

Wer der Haftungsgemeinschaft beitreten möchte, kann sich bei Simon Rützel-Grünberg melden: srg@olfasense.com

Infos unter https://kirchbarkauhilft.jimdo.com/ und auf Facebook Kirchbarkau kämpft für Familie C.

Spendenkonto

Es gibt die Möglichkeit auf das Konto der Kirchengemeinde für die Familie C. zu spenden. Spendenquittungen können ausgestellt werden;

IBAN: DE 76 5206 0410 0006 417612

BIC: GENODEF1EK1

Ev. Bank Kiel 6417612

Verwendungszweck "Spenden Familie C."

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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