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AIDA zieht Prima 2017 aus Hamburg ab

Kreuzfahrer AIDA zieht Prima 2017 aus Hamburg ab

Die Rostocker Reederei Aida Cruises muss erneut Fahrpläne ändern und Schiffe umrouten. Das gab das Unternehmen am Donnerstagabend in Hamburg bekannt. Den schwersten Schlag muss dabei der Hamburger Hafen verkraften.

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Die Aida will die "Prima" aus Hamburg abziehen.

Quelle: Frank Behling

Hamburg/Rostock.  Aida wird ihr Flaggschiff "Aidaprima" im November 2017 nach einem Jahr wieder aus Hamburg abziehen und zu den Kanarischen Inseln verlegen. "Wir reagieren damit auf die Wünsche unserer Gäste", sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Zuvor hatte sich absehen lassen, dass die Resonanz auf die ganzjährigen Abfahrten der "Aidaprima" aus Hamburg 2017 besonders im Winter nicht den Erwartungen des deutschen Marktführers bei Kreuzfahrten entsprach.

Hamburg muss damit erneut einen Rückschlag als Kreuzfahrthafen einstecken.  Für 2017 haben auch die Reedereien NCL und Cunard angekündigt, ihre Abfahrten ab Hamburg zu reduzieren. Die "Queen Mary 2" wird 2017 nur noch vier Besuche in Hamburg absolvieren - zwei weniger als 2016. NCL reduzierte die Zahl der Anläufe der "Norwegian Jade" von 19 auf 6. Bereits in diesem Jahr hatte die Reederei Costa ihr Schiff "Costa NeoRomantica" von Hamburg nach Amsterdam verlegt. "Hamburg bleibt für uns aber ein ganz wichtiger Hafen", dämpfte Kunze die Sorgen der Hafenvertreter. So werden die Anläufe von Aida-Schiffen 2017 in Hamburg trotz des Abzugs der "Aidaprima" von 76 auf 86 steigern. Jedoch fokussiert auf das Frühjahr und den Sommer.

Die Reederei Aida Cruises wird aber noch weitere Änderungen 2017 in der Flotte vornehmen. Der für das Frühjahr geplante Einstieg in das China-Geschäft mit der "Aidabella" wird abgeblasen. Die "Aidabella" wird wie geplant nach Singapur fahren. Dort dreht das Schiff aber im März um und kehrt ins Mittelmeer zurück. Ursprünglich war geplant gewesen, das 2008 gebaute Schiff ab März 2017 auf dem chinesischen Markt anzubieten. Da sich in China die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und gleichzeitig der deutsche Kreuzfahrtmarkt weiter an Dynamik gewinnt, wurde der Entschluss gefasst den Einsatz des Schiffes in China wieder abzusagen. In Deutschland steuert AIDA damit 2017 auf die Marke von über einer Million Passagiere zu.

Abgesagt werden auch die ab 1. Juli geplanten Kreuzfahrten mit dem Neubau "Aidaperla" ab Palma de Mallorca. Der Grund ist wieder ein Problem mit der Bauwerft Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki/Japan. Das Schiff wird nicht pünktlich fertig. "Deshalb haben wir beschlossen, den Start der 'Aidaperla' auf den September zu verschieben", sagte Kunze am Abend in Hamburg. Zuvor hatte die japanische Werft auch schon das erste Schiff "Aidaprima" mit eineinhalbjähriger Verspätung abgeliefert. Die "Aidaperla" und die "Aidabella" werden in Palma de Mallorca stationiert. Das östliche Mittelmeer bleibt dagegen weiter aus Sicherheitsgründen kein Reiseziel für Aida Cruises.

Mit einer Überraschung sorgte das Unternehmen dann mit der Vorstellung des neuen Programms "Aida Selection". "Es wird 2017 erstmals eine Weltreise mit Aida geben", kündigte Kunze an. Die im Sommer ab Kiel eingesetzte "Aidacara" soll am 17. Oktober 2017 von Hamburg zur ersten Aida Weltreise starten. Diese führt bis zum 10. Februar 2018 in 116 Tagen zu 41 Häfen in 23 Ländern auf fünf Kontinenten. Angesteuert wird dabei Rio de Janeiro (Brasilien), Buenos Aires (Argentinien), Neuseeland, Australien, die Malediven und Bali.

Die drei 1996 bis 2003 gebauten kleinen Schiffe "Aidacara", "Aidaaura" und "Aidavita" werden zu Entdeckerreisen im Rahmen des Selection-Programms eingesetzt. Diese Reise starten für Ostsee und Norwegen von Kiel aus. Auch der Nord-Ostsee-Kanal ist mit der "Aidacara" wieder im Programm.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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