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„Aidaprima“ auf dem Weg zum Suezkanal

Taufe in Hamburg „Aidaprima“ auf dem Weg zum Suezkanal

Unter dem Schutz von Kriegsschiffen passiert die "Aidaprima" derzeit den Golf von Aden. Der Schiffsneubau wird am 21. April in Hamburg erwartet und am 7. Mai beim Hafenfest getauft.

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Die "Aidaprima" ist auf dem Weg nach Hamburg.

Quelle: AIDA

Hamburg/Rostock. Das neue Flaggschiff der Reederei Aida Cruises hat den Golf von Aden erreicht.  Damit hat die „Aidaprima“ die Hälfte ihrer fast 11000 Seemeilen langen Überführung von Nagasaki nach Hamburg bewältigt. Am Sonntagabend soll der 300 Meter lange und 125000 BRZ große Neubau den Suezkanal erreichen. Die Ankunft in Hamburg ist für den Morgen des 21. April geplant.

Die „Aidaprima“ hatte unter dem Kommando von Kapitän Detlef Harms am 14. März die Bauwerft in Nagasaki verlassen und eine Woche später zunächst in Singapur festgemacht. Dort wurden Proviant und Ausrüstung übernommen. Von dort ging es dann sofort weiter nach Salalah im Oman, wo die „Aidaprima“ am Dienstag einen eintägigen Stopp einlegte. Der Aufenthalt in Salalah diente der Versorgung des Schiffes, wie AIDA-Reedereisprecher Hansjörg Kunze auf Anfrage bestätigte. Dort hat die „Aidaprima“  bis zum Abend Treibstoff aus einem Tanker übernommen und ist um Mitternacht zu dem wohl gefährlichsten Abschnitt der Reise ausgelaufen.

Von dem omanischen Hafen nahm Kapitän Detlef Harms direkt Kurs in das Seegebiet, wo es seit 2006 immer wieder Piratenüberfälle gibt. Aus diesem Grund wurde zum Schutz der Schifffahrt mitten im Golf von Aden ein gesicherter Korridor für Handellschiffe eingerichtet. Es ist der Internationally Recommanded Transit Corridor (IRTC), der bis direkt in die Meerenge Bab al-Mandab zwischen Djibouti und dem Yemen führt.

Entlang dieses Korridors patrouillieren gegenwärtig Kriegsschiffe verschiedener Nationen. Darunter sind neben je einem Verband der EU und der NATO auch Einheiten aus Japan, China  und Indien. Die Fregatte „Bayern“ der deutschen Marine ist dort Flaggschiff der EU-Operation Atalanta. Das Kommando über den EU-Verband hat der Kieler Flottillenadmiral Jan C. Kaack.

Die „Aidaprima" wird den Internationally Recommanded Transit Corridor (IRTC) mit anderen Handelsschiffen passieren und dann vom Bab al-Mandab ins Rote Meer einlaufen. Am Dienstag hatte diesen Sicherheitsweg bereits die „Aidabella“ auf dem Weg von Salalah zum Suezkanal ohne Vorkommnisse passiert.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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