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Anklage wegen versuchten Mordes

Müllverbrennungsanlage Anklage wegen versuchten Mordes

Wegen einer brutalen Attacke mit einer Metallforke auf einen Arbeitskollegen in der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld muss sich ein 22-Jähriger ab Dezember vor dem Landgericht Lübeck verantworten.

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Wegen versuchten Mordes in der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld wurde Anklage erhoben.

Quelle: Arne Dedert/dpa

Lübeck. Anklage nach brutaler Tat: Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat einen 22-jährigen Lüneburger wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung und weiterer Straftaten in der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld vor der I. Großen Strafkammer des Landgerichts Lübeck angeklagt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 17. Juni 2015 in der Müllverbrennungsanlage, in der er beschäftigt war, einem Vorgesetzten in Tötungsabsicht eine so genannte Schlackegabel – eine vierzackige Metallforke – in das Gesicht gerammt zu haben.

Die Anklageschrift geht davon aus, dass das Opfer zu diesem Zeitpunkt nach ersten Angriffen auf dem Boden lag und der Angeklagte die Gabel derart in das Gesicht des Verletzten trieb, dass drei der Zacken den Kopf durchbohrten, eine davon zehn Zentimeter tief bis zur Basis des Hirnschädels. Die Schlackegabel, die der Angeklagte im Schädel des Opfers stecken ließ, musste durch eine Notoperation entfernt werden.

Zwar hat das Opfer den Angriff überlebt, wird jedoch mit schwersten Hirnschädigungen leben müssen. Das Landgericht Lübeck hat das Hauptverfahren eröffnet; Termine zur Hauptverhandlung sind ab Dezember 2015 anberaumt worden. Der Angeklagte sitzt seit dem 18. Juni in Haft.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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