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Zugbegleiter soll Flüchtling aus dem Zug geworfen haben

Strafanzeige Zugbegleiter soll Flüchtling aus dem Zug geworfen haben

Die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe prüft eine Strafanzeige, wonach ein Zugbegleiter einen Flüchtling beschimpft und aus der Bahn geworfen haben soll. Ein Kieler Rechtsanwalt hat den Bahnmitarbeiter angezeigt.

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Die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe prüft eine Strafanzeige, wonach ein Zugbegleiter einen Flüchtling beschimpft und aus der Bahn geworfen haben soll.

Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

Itzehoe. „Die Anzeige ging am Dienstag ein“, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen am Mittwoch. Der Vorfall soll sich am Samstag auf der Strecke Kiel-Hamburg ereignet haben. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Der Anzeige zufolge soll der Zugbegleiter den Bahnreisenden auf dem Bahnhof Wrist im Kreis Steinburg mit heruntergezogenen Hosen aus dem Zug geworfen und dessen Telefon hinterher geworfen haben. Das Handy sei dabei kaputt gegangen. „Die Personalien des Mannes stehen noch nicht fest“, sagte Dreeßen.

Nach Angaben des Anwalts bezeichnete sich der junge Mann selber als Flüchtling: „Is this how refugees are treated in Germany?“, habe er gesagt. Der Mann habe eine Beule am Kopf gehabt und erzählt, dass der Schaffner ihn mit Gewalt von der Toilette gezogen und ihn geschlagen habe. Der Bahnangestellte war nach Angaben des Anwalts „sehr aggressiv, er argumentierte mit deutsch-nationalen Phrasen und hatte keinerlei Schuldgefühle“, sagte Rechtsanwalt Alexander Hoffmann.

Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis betonte, man nehme die Vorwürfe ernst. Der Vorgang werde überprüft. „Sollte die Schilderung zutreffen, so können wir uns für das Verhalten unseres Mitarbeiters nur entschuldigen“, sagte der Sprecher. „In den vergangenen Wochen hat die DB ihre Mitarbeiter intensiv über den Umgang mit Flüchtlingen sensibilisiert und auf die Sondersituation hingewiesen, in denen sich Flüchtlinge befinden.“

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