21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Norden nur mittelmäßig weitergebildet

Interaktiver Atlas Norden nur mittelmäßig weitergebildet

Beim Thema Weiterbildung sind die Schleswig-Holsteiner nur Mittelmaß: Im Schnitt bildet sich jeder Achte über 25 Jahren einmal im Jahr fort. Der Deutsche Weiterbildungsatlas der Bertelsmann-Stiftung zeigt aber, dass in den Regionen sehr unterschiedlich mit dem Thema lebenslanges Lernen umgegangen wird.

Voriger Artikel
Betrunken am Steuer und gewalttätig gegen Polizei
Nächster Artikel
Das KBA und der millionenfache Abgasbetrug

Büffeln unbeliebt? Schleswig-Holsteiner bilden sich im Bundesvergleich nur mittelmäßig weiter.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Kiel. Nirgendwo bilden sich Bürger so häufig weiter wie in Flensburg. Die geringste Teilnahme gibt es im Herzogtum Lauenburg.

Wie viele Menschen sich weiterbilden, hängt nicht allein von dem persönlichen Engagement ab. Eine hohe Qualifikation der Bürger und eine gute wirtschaftliche Lage der Region steigern die Weiterbildungsraten. Damit lässt sich laut Studie aber nur ein Drittel der Unterschiede erklären. Zwei Drittel würden durch andere Aspekte beeinflusst – etwa die Qualität, Erreichbarkeit, Passgenauigkeit des Angebotes. Der Erfolg ist zu einem Teil also steuerbar. Das werde zu wenig genutzt. „Weiterbildungschancen in Deutschland sind regional zu ungleich verteilt. Damit wird Chancengerechtigkeit bei beruflichem und sozialem Aufstieg eingeschränkt“, kritisiert Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung. Hier einige Ergebnisse aus der Region:

 

Neumünster: Überdurchschnittlich viele Bewohner in der Stadt sind finanziell nicht auf Rosen gebettet. Den Willen zur Weiterbildung schmälert das nicht: Jeder siebte Einwohner über 25 Jahren hat sich weitergebildet. Neumünster zählt damit zur Spitzengruppe im Land. Und die Bürger nutzen das Potenzial weit stärker aus, als die strukturellen Voraussetzungen das erwarten lassen. Denn es gibt dort deutlich weniger Volkshochschulkurse und Angebote als im Bundesschnitt. Für die Bertelsmann-Stiftung ist das ein Beispiel dafür, dass Angebote noch deutlich verbessert werden müssen.

Kreis Plön: In diesem Kreis haben sich offenbar viele das lebenslange Lernen auf die Fahnen geschrieben. Mehr als jeder Siebte hat sich einmal pro Jahr weitergebildet. Das Potenzial wurde deutlich stärker ausgeschöpft als es die Strukturdaten erwarten ließen.

Kiel: In der Landeshauptstadt hat etwa jeder Siebte eine Weiterbildung absolviert. Es gibt überdurchschnittlich viele Volkshochschulkurse, gemeinschaftliche und privatwirtschaftliche Weiterbildungseinrichtungen.

Kreis Segeberg: Nur etwa jeder Zwölfte hat dort ein Angebot genutzt. Das Potenzial wird nur zu 61 Prozent ausgenutzt. An der Volkshochschule kann das nicht liegen: In kaum einem anderen Gebiet ist das Angebot so groß. Auch andere Einrichtungen gibt es genug. Womöglich trifft das Angebot nicht den Geschmack und die Bedürfnisse der Bürger.

Kreis Rendsburg–Eckernförde: Hier sind die Bürger eher aktiv in Sachen Weiterbildung. Etwa jeder Siebte hat sich weitergebildet. Das Potenzial wird deutlich stärker als erwartet genutzt. Mit Einrichtungen, die Kurse und Seminare anbieten, ist der Kreis gut versorgt.

Auffällig ist das geringe betriebliche Engagement. Von den genannten Regionen gibt es nur im Kreis Segeberg ein überdurchschnittliches betriebliches Angebot. Die Weiterbildung beflügelt das allerdings nicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3