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Ausflugsschiffe im Watt festgefahren

Zwischen Amrum und Hooge Ausflugsschiffe im Watt festgefahren

Der Ausflug von zwei Passagierschiffen im Wattenmeer endete am Sonnabend auf der Sandbank „Schweinerücken“. Wie die Reederei Adler Schiffe mitteilte, war die „Adler-Express“ mit über 230 Passagieren an Bord um 11.05 Uhr auf der Fahrt von Amrum nach Hooge vom Fahrwasser abgekommen und an der Sandbank aufgelaufen.

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Das Schiff kam nicht aus eigener Kraft wieder frei.

Quelle: DGzRS

Westerland/Sylt. Nachdem es der Besatzung nicht gelang, ihr Schiff wieder zurück ins Fahrwasser zu bekommen, wurden um 11.25 Uhr die Seenotretter um Hilfe gebeten.

Das etwas kleinere Passagierschiff „Hauke Haien“ befand sich in der Nähe und bat sofort Hilfe an. Beim Versuch, der 42 Meter langen „Adler-Express“ schnell zur Hilfe zu kommen, fuhr sich die 34 Meter lange „Hauke Haien“ ebenfalls fest. Die positive Nachricht: Auf keinem der beiden Schiffe waren Verletzte zu beklagen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger schickte den gerade erst in Dienst gestellten Kreuzer „Ernst Meier-Hedde“, der seit einem Monat auf Amrum stationiert ist.

Der Kreuzer traf gut 20 Minuten nach der Alarmierung an der Unglücksstelle ein. Da auch das Tochterboot „Lotte“ die beiden komplett trocken gefallenen Passagierschiffe nicht mehr erreichen konnte, kletterten alle Passagiere über Leitern vom Deck auf die Sandbank. Von dort wurden alle Passagiere mit dem Tochterboot „Lotte“ sowie mit zwei Schlauchbooten zu den in der Nähe in tieferem Wasser eingetroffenen Fahrgastschiffen „Adler IV“, „Hilligenlei“ und „Rungholt“ gebracht. Allein die acht Meter lange „Lotte“ übernahm nach Mitteilung der Seenotretter in acht Anläufen rund 95 Menschen.

Die „Adler-Express“ kam am Sonnabend gegen 20 Uhr beim nächsten Hochwasser wieder frei. Sie hat keine größeren Schäden davongetragen. Die „Hauke Haien“ sollte auch im Laufe des Abends wieder von der Sandbank gezogen werden. An Bord der beiden Passagierschiffe verblieben nach der Evakuierung die Besatzungsmitglieder. Für die „Adler-Express“ ist es bereits die zweite Havarie innerhalb kurzer Zeit. Im Juni vorigen Jahres war die „Adler-Express“ beim Einlaufen in den Hafen von Wittdün gegen eine Kaimauer geprallt. Dabei wurden 27 von 300 Passagieren verletzt. Ursache war damals ein technischer Defekt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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