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Mutter bestreitet Kindstötung

Babyleiche im Papierkorb Mutter bestreitet Kindstötung

Im Prozess um ein in einem Papierkorb gefundenes totes Baby hat die Angeklagte überraschend bestritten, das Kind getötet und in einer Tüte am Straßenrand abgelegt zu haben.

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Polizei sucht Exhibitionisten

Die Angeklagte Rozina G. liegt im Gerichtssaal im Arm ihrer Verteidigerin Nicole Buchert.

Quelle: Carsten Rehder

Kiel.  Auf mehrfaches Nachfragen des Kieler Landgerichts und des psychiatrischen Gutachters widersprach die 23-Jährige am Mittwoch ihren früheren Angaben vor der Polizei und bei der Begutachtung durch den Facharzt. Der Dolmetscher habe sie vielleicht falsch verstanden, sagte sie.

Die Frau hatte dem Gericht zuvor die Schwangerschaft bestätigt, die sie nach ihrer Flucht aus Eritrea und mehrfachen Vergewaltigungen in Libyen im August 2015 festgestellt habe. Auf einer Busfahrt von Hamburg nach Bad Segeberg sei ihr übel geworden, dann sei sie bewusstlos geworden, sagte sie. An die Geburt und das Kind erinnere sie sich nicht. Ihr sei nur Blut an ihrer Kleidung aufgefallen. 

Die Anklage wirft der Frau vor, das Kind zwischen dem 10. und 13. Oktober 2015 getötet zu haben, weil sie es nicht habe großziehen wollen. Laut Anklage erstickte die Frau ihre Tochter und legte die Leiche in einer Einkaufstüte am Straßenrand ab. Dazu sagte die Angeklagte vor Gericht, sie könne kein Kind töten und kenne die Tüte nicht, in der der Leichnam im Papierkorb einer Bushaltestelle an der B403 in Sülfeld (Kreis Segeberg) entdeckt wurde.

Von lno

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