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Bahn-Nahverkehr wächst in Schleswig-Holstein

Nutzungszahlen Bahn-Nahverkehr wächst in Schleswig-Holstein

Die Bahn legt zu im Norden und hat ganz zufriedene Reisende. Für Verdruss sorgen aber die Verspätungen. Ursache sind oft Bauarbeiten, die den Verkehr weiter verbessern sollen. Auf dem Lande sind Bus und Bahn oft keine Alternative zum Auto.

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Die Züge werden voller: Der Bahn-Nahverkehr in Schleswig-Holstein wächst weiter, teilt Nah-SH mit.

Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

Kiel. Bahn- und Busreisende in Schleswig-Holstein sind mit dem Nahverkehrsangebot recht zufrieden. Wer dieses regelmäßig nutzt, vergibt noch bessere Noten als Bahn- und Busmuffel. Einer Umfrage der Nahverkehrsgesellschaft Nah-SH zufolge erhielt das Bahnangebot die Schulnote 2,7. Pendler erteilten eine 2,3 und jene, die nur selten die Bahn nehmen, eine 2,6. Ähnlich sieht es bei den Busreisenden aus, die insgesamt eine 2,9 gaben. Wie die Nah-SH am Dienstag weiter mitteilte, legten die Fahrgäste im vergangenen Jahr fast 1,76 Milliarden Kilometer mit der Bahn zurück und damit 1,5 Prozent mehr als 2014.

„Die Ergebnisse der Marktforschung zeigen uns, dass wir mit dem Nahverkehr auf einem guten Weg sind“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Sogar zweistellige Zuwächse verbuchten die Strecken Pinneberg-Hamburg, Flensburg-Eckernförde und Lübeck-Hauptbahnhof-Travemünde.

Meyer wünscht sich schnellere Bauinfos der Bahn

Zurückgegangen ist die Pünktlichkeit. Meyer sprach von einem Ärgernis. 2015 waren noch 90,6 Prozent der Nahverkehrszüge pünktlich, nach 92,4 Prozent im Jahr zuvor. Im Herbst schafften einige Linien im Schnitt nicht einmal 83 Prozent. Als Gründe wurden umfangreiche Bauarbeiten und Mängel an der Infrastruktur genannt. Er würde sich wünschen, dass die Bahn ein Jahr vorher sagt, wo sie bauen will und nicht erst ein paar Wochen vorher, sagte Meyer.

Es sei aber gut, dass endlich gebaut werde, sagte Nah-SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers. Eine große Chance zum Gegensteuern sieht Meyer darin, dass dem Land bis 2030 im Jahresdurchschnitt 30 Millionen Euro mehr aus Bundesmitteln für den Nahverkehr zur Verfügung stehen werden als bisher. Als ernüchternd gering nannte er die Zahl der Menschen, die wegen der Bauarbeiten auf der A7 vom Auto auf die Bahn umgestiegen sind.

In den kreisfreien Städten nutzen rund zehn Prozent der Menschen den öffentlichen Nahverkehr, am Hamburger Rand etwas weniger und in den ländlichen Kreisen nur 4,1 Prozent. Hier müssten alternative Mobilitätsangebote entwickelt werden, sagte Meyer und nannte Bürgerbusse sowie Anruftaxis.

Von dpa

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