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DB Regio soll Strecke Hamburg-Sylt bedienen

Bahn DB Regio soll Strecke Hamburg-Sylt bedienen

Auf der lukrativen Bahnstrecke Hamburg-Sylt kommt es Ende 2016 voraussichtlich zu einem Betreiberwechsel. Nach dem Willen des Landtags in Kiel soll die Bahn-Tochter DB Regio den Zuschlag erhalten. Grund ist auch eine schnellere Fahrt nach Sylt.

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 Die DB Regio hat den Zuschlag für die Strecke Hamburg-Sylt bekommen.

Quelle: dpa

Kiel. Die Bahn-Tochter DB Regio soll nach dem Willen der zuständigen Parlamentsausschüsse in Schleswig-Holstein von Dezember 2016 an die lukrative Bahnstrecke Hamburg-Sylt befahren. In einer gemeinsamen Sitzung gaben Wirtschafts- und Finanzausschuss dafür am Mittwoch grünes Licht. Die beiden unterlegenen Bieter können dagegen aber Widerspruch bei der Vergabekammer Schleswig-Holstein einlegen. Erst nach Ablauf einer Frist von zehn Tagen kann das Land den Zuschlag erteilen.

Derzeit betreibt die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) das Bahnnetz West. Auf der 238 Kilometer langen Bahnstrecke Hamburg-Westerland sind täglich etwa 18 000 Fahrgäste unterwegs. Der Verkehrsverbund NAH.SH hatte die Vergabe an die DB Regio empfohlen. Daneben hatten die NOB und das Unternehmen Abellio Interesse am Betrieb der sogenannten Marschbahn angemeldet.

Die Neuvergabe bringt nach Angaben von Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) eine Reihe von Verbesserungen. Künftig fahren demnach zwei Sprinterzüge sonnabends und sonntags morgens von Hamburg nach Westerland und nachmittags wieder zurück. Sie verkehren zwischen Oster- und Herbstferien und brauchen 20 Minuten weniger für die Strecke.

Zu besonders nachgefragten Fahrzeiten stünden künftig mehr Sitzplätze zur Verfügung, sagte Meyer. Außerdem soll es eine Verbesserung der Anschlüsse zur RB 62 zwischen Heide und Itzehoe geben. Der RE 6 hält weiterhin siebenmal in Glückstadt.

Die DB Region will auch weiter mit den Reisezugwagen fahren, die bereits seit Dezember 2005 zwischen Hamburg und Westerland unterwegs sind. NAH.SH will an den Fahrzeugen die Barrierefreiheit verbessern sowie Steckdosen, WLAN und Monitore für die Anzeige von Echtzeitinformationen nachrüsten.

Die Bahn-Tochter soll das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt haben. Das „Hamburger Abendblatt“ hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass Schleswig-Holstein dadurch mehrere Millionen Euro pro Jahr sparen soll.

Die Piraten-Abgeordnete Patrick Breyer kritisierte, dass auf der viel genutzten Strecke künftig kein Fahrscheinverkauf im Zug mehr möglich ist. „Das bedeutet weniger Service für die Fahrgäste und verlorene Lebenszeit“, sagte Breyer. „Wer häufiger Bahn fährt weiß wie langsam die Fahrscheinautomaten am Bahnsteig funktionieren.“

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