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Zug erfasst Auto: Ein Mann stirbt

Bahnunfall bei Kotzenbüll Zug erfasst Auto: Ein Mann stirbt

Bei einem schweren Unfall an einem Bahnübergang im Kreis Nordfriesland ist ein 50-jähriger Autofahrer ums Leben gekommen; zwei Kinder wurden schwer verletzt. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag mit.

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An einem unbeschrankten Bahnübergang bei Kotzenbüll (hier ein Symbolfoto) hat sich ein schwerer Unfall ereignet.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Kotzenbüll. Das Auto war demnach am Sonntagvormittag aus bisher ungeklärten Gründen auf einen unbeschrankten Bahnübergang auf der Strecke zwischen Tönning und St. Peter-Ording von dem Zug erfasst und mehrere Meter mitgeschleift worden.

Der Bahnübergang ist nach Informationen durch Andreaskreuze gekennzeichnet. Laut Bundespolizei haben Autofahrer vom Bahnübergang aus über die Schienen freie Sicht nach Tönning und in Richtung St. Peter-Ording. Auch der Lokführer habe ein gutes Sichtfeld.

Während der Fahrer selbst durch die Wucht des Aufpralles sofort getötet wurde, konnten sich der zwölfjährige Junge und das neun Jahre alte Mädchen noch aus eigener Kraft aus dem Unfallauto befreien. Laut Bundespolizei sind es die Kinder der Lebensgefährtin des Opfers. Auf ersten Bildern ist zu sehen, dass das Auto vorne vollkommen zusammengedrückt wurde. Hinten ist an der aufgerissenen Seite zu erkennen, dass ein Reifen über der Rückbank liegt.

Der Sprecher der Bundespolizei zeigte sich erstaunt darüber, wie die verletzten Kinder alleine aus dem zerstörten Auto kommen konnten. Sie wurden von Fahrgästen des Zuges bis zum Eintreffen der Rettungskräfte erstversorgt. Ein Rettungshubschrauber flog den Jungen in ein Krankenhaus, seine Schwester wurde in einem Rettungswagen in eine andere Klinik transportiert.

Von den 40 Reisenden im Zug wurde laut Bundespolizei niemand sonst verletzt, lediglich eine Person erlitt einen leichten Schock, ebenso der Lokführer. Neben den Rettungskräften betreuten psychologische Seelsorger vor Ort die Betroffenen. Der Zug brachte die Fahrgäste nach Abschluss des Rettungseinsatzes noch bis zur nächsten Station, von wo aus sie ihre Reise mit Bussen fortsetzen konnten. Die Bahnstrecke wurde zur Mittagszeit wieder für den Personenverkehr freigegeben.

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