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Insel 18 Stunden ohne Autozug

Bauarbeiten behindern Sylt-Verkehr Insel 18 Stunden ohne Autozug

Urlauber und Pendler brauchen am Wochenende auf dem Weg nach Sylt viel Geduld. Ab Morsum fahren nur Busse - und mit dem Auto kommt man vom Festland aus lange gar nicht mehr auf die Insel.

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Der Zugverkehr auf die Insel Sylt fällt wegen Bauarbeiten im Bahnhof Keitum am Wochenende für rund 18 Stunden aus.

Quelle: Axel Heimken

Keitum. Der Zugverkehr auf die Insel Sylt fällt wegen Bauarbeiten im Bahnhof Keitum am Wochenende für rund 18 Stunden aus. Autozüge zwischen Niebüll und Westerland fahren von Samstagabend bis Sonntagmittag überhaupt keine, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Da zudem auch die Sylt-Fähre zwischen List und Rømø (Dänemark) laut Reederei übers Wochenende in der Werft liegt, ist die Insel in dieser Zeit mit dem Auto gar nicht erreichbar. Regionalzüge dagegen verkehren laut Bahn über den Hindenburgdamm - allerdings nur bis Morsum. Dort müssen Pendler und Urlauber auf Busse umsteigen.

Die bereits seit langem geplante Sperrung ist einem Bahnsprecher zufolge nötig, um Taktung und Pünktlichkeit zu verbessern. „Wir verschieben eine Weiche um acht Meter Richtung Westerland“, sagte er. Dadurch sei es künftig möglich, dass Züge auf der teils eingleisigen Strecke in Keitum einander leichter passieren können. Der Zeitraum der Sperrung sei mit Tourismusvertretern abgestimmt worden, damit die An- und Abreise von Urlaubern nur wenig beeinträchtigt wird.

Auch die veraltete Signal- und Stellwerkstechnik auf Deutschlands wohl bekanntester Urlaubsinsel muss ersetzt - und ein neues elektronisches Werk gebaut werden. Hierein investiert die Bahn 11,8 Millionen Euro. Darüber hinaus werden an mehreren Orten entlang der rund 240 Kilometer langen Strecke zwischen Hamburg und Westerland Gleise und Weichen erneuert.

Noch bis Ende April kann es laut Bahn daher zu Fahrplanänderungen und Zugausfällen kommen. Eine weitere Unterbrechnung der Strecke nach Sylt ist am ersten April-Wochenende geplant. Dann fährt zumindest die Fähre wieder - sogar mehr als sonst.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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