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Mehr Vertragsnaturschutz, weniger Gülle

Bauernverband denkt um Mehr Vertragsnaturschutz, weniger Gülle

Schleswig-Holsteins Bauernverband schlägt neue Töne an. In einem am Donnerstag vorgestellten Positionspapier spricht er sich für mehr Vertragsnaturschutz, eine verantwortungsvolle Tierhaltung und eine am Pflanzenbedarf orientierte Düngung aus.

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Bauernverband: Landwirte sollen umsteuern.

Quelle: Uwe Anspach

Kiel. "Wir möchten öffentlich bekunden, dass wir die Wagenburg verlassen", sagte Verbandspräsident Werner Schwarz. Das Papier sei in einem langen Diskussionsprozess entstanden und formuliere Standards für eine gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft. Dazu gehört ein Bekenntnis zu "attraktiv dotierten Vertragsnaturschutzmaßnahmen" und der "Initiative Tierwohl". Schwarz verteidigte zugleich das Schwänzekürzen bei Ferkeln und das Veröden der Hornanlage bei Kälbern.

Einen Sinneswandel gibt es bei der Düngung. "Der Pflanzenbedarf bestimmt die Ausbringung und sie wird nicht vom vollen Güllebehälter diktiert", heißt es in dem Papier. Der Verband empfiehlt den Bauern deshalb, über das gesetzlich vorgeschriebene hinaus Lagerkapazitäten aufzubauen. Der Verband hat 21000 Mitglieder, darunter 10000 aktive Landwirte. In Schleswig-Holstein gibt es noch 12800 bäuerliche Betriebe.

Von Ulf Billmayer-Christen

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