13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ursache ist vermutlich fahrlässige Brandstiftung

Großbrand im Baumarkt Ursache ist vermutlich fahrlässige Brandstiftung

Ein Fehler mit dem Gasbrenner, 2,5 Millionen Euro Schaden: Die Polizei geht nach dem Großbrand eines Baumarkts in Langballig von fahrlässiger Brandstiftung aus. Der Geschäftsführer ist erschüttert.

Voriger Artikel
Habeck hält Bohrschlamm für ungefährlich
Nächster Artikel
Alois Hiller oder Herr Hitler aus Fuhlsbüttel

Die dunkle Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Quelle: Benjamin Nolte/dpa

Langballig. Das schwere Feuer in einem Baumarkt in Langballig (Kreis Schleswig-Flensburg) ist nach Angaben der Kriminalpolizei durch fahrlässige Brandstiftung entstanden. Ein Mitarbeiter des Baumarktes oder einer anderen Firma habe vermutlich beim Unkrautvernichten mit einem Gasbrenner den Brand verursacht, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

Das am Mittwochnachmittag in Brand geratene Geschäft wurde komplett zerstört, der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf rund 2,5 Millionen Euro. „Es ist nur noch Schutt und Asche, wir sind alle in einem Schockzustand“, sagte Uwe Naffin, Geschäftsführer bei Team Baucenter. Die Mitarbeiter und Kunden hatten den Markt zuvor selbst verlassen können. Die nahegelegene Bundesstraße nach Flensburg musste bis Mitternacht gesperrt werden.

Eine Kundin hatte Naffin zufolge als erste in dem Markt Brandgeruch wahrgenommen und das Feuer entdeckt. „Unsere Mitarbeiter versuchten noch die Flammen mit Feuerlöschern zu ersticken“, sagte Naffin. Doch bereits innerhalb weniger Minuten hätten die Flammen aus dem Dach geschlagen, die dunkle Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Die Feuerwehr bekam den Brand erst nach rund drei Stunden unter Kontrolle. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Bootshalle konnten die Feuerwehrleute verhindern. Bis zum Morgen suchten sie und Kräfte des Technischen Hilfswerks weiter nach möglichen Glutnestern.

Am Donnerstag organisierte die norddeutsche Baumarktkette eigenen Angaben zufolge in Langballig einen Raum für die rund 15 Mitarbeiter des Marktes. Einige würden psychologisch betreut, später sollten die Beschäftigten zunächst in anderen Märkten der Gruppe unterkommen.

Ob der Markt an dem Standort wieder aufgebaut werden soll, konnte Naffin zunächst noch nicht sagen, kündigte aber an: „Wir stellen die regionale Versorgung sicher.“ Auch sonst wolle sich die Kette ihrer Verantwortung stellen - so hätten sich bereits Bauern gemeldet, die befürchteten, mit dem Löschwasser könnten Schadstoffe auf ihrer Felder gelangt sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3