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So lief der Blitzmarathon

Protokoll So lief der Blitzmarathon

Teure Blitzer-Fotos mit Vorwarnung: Polizisten in Schleswig-Holstein kontrollierten am Donnerstag an bekannten Unfallstellen, vor Schulen oder Kindergärten das Tempo. Autofahrer konnten sich dank Hinweisen der Polizei vor dem Blitzmarathon wappnen.

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Stehen hinter dem Blitzmarathon: Polizeiobermeister Marc Simonides und Innenminister Stefan Studt (SPD).

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

+++ 21.15 Uhr Ende des Live-Blogs +++

Nur noch rund 45 Minuten läuft der Blitzmarathon offiziell: Die meisten Autofahrer sind aber wohl schon zu Hause. Wir beenden an dieser Stelle den Live-Blog und verweisen auf unsere Zusammenfassung mitten aus dem Geschehen. Die abschließende Gesamtbilanz der Polizei finden Sie auf KN-online.

+++ 19.37 Uhr Netz-Blitzer +++

Noch ein paar nette Internet-Episoden zum Blitzmarathon gefällig? Die Polizei-Aktion hat auch im schnellsten aller Netze für vielfältige Reaktionen gesorgt.

 

+++ 17.54 Uhr Jeder Zehnte zu schnell +++

Sehr unterschiedliche Ergebnisse brachte der große Blitz-Marathon an den vier Messstellen im Kreis Segeberg. In der Beckersbergstraße in Henstedt-Ulzburg, der Bahnhofstraße in Alveslohe, der Dorfstraße in Rickling sowie auf dem Parkplatz an der B205 bei Negernbötel hatten Beamte des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Segeberg sowie der Verkehrsaufsichtsbehörde des Kreises und Landes am Donnerstag mobile Kontrollpunkte eingerichtet. Eine erste vorläufige Auswertung brachte Überraschendes zutage. Während sich in Henstedt-Ulzburg alle Fahrzeuglenker an die dort geltende Tempo-50-Regel hielten, war in Alveslohe fast jeder zehnte Autofahrer in der Tempo-30-Zone an der Bahnhofstraße zu schnell unterwegs. „Von den dort gemessenen über 1100 Fahrzeugen waren 124 schneller unterwegs als erlaubt“, erklärte Polizei-Pressesprecherin Sandra Mohr von der Polizeidirektion Bad Segeberg. Spitzenreiter bei den Rasern in Alveslohe war ein Mann, der den Kontrollpunkt mit 58 anstatt der erlaubten 30 Stundenkilometer passierte. Ihn erwarten nun ein Punkt in Flensburg sowie 80 Euro Geldstrafe. Gleiches kommt auf den Pkw-Lenker zu, der die Messstelle auf dem Parkplatz an der B205 zu schnell passierte. Er war mit 109 Sachen unterwegs, bei erlaubten 70. „Bereits in den ersten 15 Minuten nach Beginn unserer Messungen wurden hier 16 Autofahrer wegen nicht angepasster Geschwindigkeit registriert“, sagte Amtsinspektor Axel Petersen. Nichts zu beanstanden hingegen hatte eine halbe Stunde nach Beginn der Tempomessungen in Rickling Polizeihauptkommissar Michael Wall. „So wie in Henstedt-Ulzburg haben sich alle an die Tempo-50-Regel gehalten. Darüber freuen wir uns sehr“, sagte er. Die endgültigen Ergebnisse des Blitz-Marathons im Kreis Segeberg, der am Donnerstag um 6 Uhr morgens begann und abends enden sollte, wird die Polizei am Freitag bekanntgeben.

+++ 17.51 Uhr Auch Studt wurde schon geblitzt +++

+++ 17.45 Uhr Tipps zum Abend +++

Wie bereiten Sie sich während des Blitzmarathons auf den Heimweg vor?

+++ 16.25 Uhr Bilder – nicht vom Blitzer +++

Der bundesweite Blitzmarathon 2016 zwang auch die schleswig-holsteinischen Autofahrer am Donnerstag besonders aufmerksam zu fahren.

Zur Bildergalerie

+++ 16.10 Uhr Studt bezieht Stellung +++

In Kronshagen informierte sich auch Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) an einem der Messpunkte über die Kontrollen. „Nicht angepasste Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache“, sagte Studt. Die Aktion sei deshalb „kein PR-Gag“. Der Einsatz von 192 der mehr als 6000 Beamten im Lande sei verkraftbar. Die Ankündigung des Blitzmarathons zeige demnach Wirkung – es handele sich nicht um Abzocke, sondern schaffe Sensibilisierung.

+++ 16.05 Uhr Gewaltig zu schnell +++

Rekordaser in Bönningstedt: Die bisher deutlichste Überschreitung gab es in Bönningstedt (Kreis Pinneberg). Hier ist ein Autofahrer mit 117 km/h statt der erlaubten 50 km/h (innerorts) gemessen worden. Er muss mit einem Bußgeld von 480 Euro, drei Monaten Fahrverbot und zwei Punkten in der Verkehrssünderkartei rechnen, gibt die Polizei bekannt.

+++ 16.00 Uhr Erste Bilanz +++

Bis 15 Uhr ausgewertet, meldet die Polizei jetzt erste Zahlen: Es wurden bisher 24.385 Fahrzeuge überprüft, in 1251 Fällen lag die gemessene Geschwindigkeit über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Daraus ergibt sich eine vorläufige Beanstandungsquote von 5,13 %. Das sei über dem Gesamtwert von 2014 (4,71 %), aber ledigtlich etwa halb so hoch wie an durchschnittlichen Tagen.

Erste Zahlen des Blitzmarathons 2016
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+++ 15.40 Uhr Bisheriger Spitzenreiter +++

Die Daten sind noch nicht ausgewertet, aber einen Spitzenreiter bis zum Mittag gab die Polizei schon bekannt: Er sei mit 54 Stundenkilometern in einer 30er-Zone unterwegs gewesen.

+++ 15.25 Uhr Was sind Ihre Erfahrungen? +++

Fotografiert worden, Blitzer an vielen Stellen entdeckt oder über aufmerksame Polizisten an wichtigen Verkehrspunkten gefreut: Was haben Sie beim Blitzmarathon 2016 erlebt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen an onliner@kieler-nachrichten.de, per Twitter (@kn_online) oder Facebook.

+++ 14.55 Uhr Streik-Auswirkungen beim Blitzmarathon +++

Deutlich spürbar, so die Experten der Polizei, seien aber auch die fehlenden Messstellen durch den Streik des Ordnungsamtes. Die Blitz-Zahlen fielen daher geringer aus.

+++ 14.16 Uhr Erste Polizei-Einschätzung +++

„Wir hatten einen ruhigen Beginn, möglicherweise auch aufgrund des guten Wetters“, sagte Landespolizeiamts-Sprecher Torge Stelck am Mittag. „Wir haben bislang noch keine Meldung von einer extremen Überschreitung des Geschwindigkeitslimits“, sagte Stelck. Angaben zur Zahl der bislang festgestellten Verstöße konnte er noch nicht machen.

+++ 13.57 Uhr So liefen die Blitzmarathons +++

Seit 2013 waren die bundesweiten Blitzmarathons mal mehr und mal weniger erfolgreich, was aber auch an der unterschiedlich hohen Beteiligung der Bundesländer liegt. Der Infografik-Dienst Statista hat die Zahlen in einer Grafik zusammengefasst.

Infografik: Die Bilanz der Blitzmarathons | Statista

                    Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

+++ 13.07 Uhr Wo wird noch geblitzt? +++

Wo blitzen sie denn? Zwischen 11 und 12.30 Uhr jedenfalls gerade nicht an der L 265 bei Ahlefeld-Bistensee. Dennoch fuhren sowohl Pkw als auch Lkw hier auch um diese Uhrzeit sehr umsichtig und keinesfalls über 70 km/h - jedenfalls nicht innerhalb der Straßenabschnitte, die dies als maximale Geschwindigkeit vorschreiben. War ja bekannt, dass hier heute eine Station des Blitzmarathons sein soll(te). Ob die Wagenlenker dann stattdessen andernorts so richtig aufgedreht haben, bleibt im Ungewissen.

 

+++ 12.30 Uhr Wer hat's erfunden? +++

Blitzmarathon

Der erste Blitz-Marathon fand 2012 in Nordrhein-Westfalen statt. Innenminister Ralf Jäger (SPD) reagierte damit auf die zuvor gestiegene Zahl der Toten bei Verkehrsunfällen: „Wir müssen die Menschen zum Nachdenken bringen, wie häufig sie tödliche Risiken im Straßenverkehr eingehen.“ Raser in ganz Nordrhein-Westfalen standen 24 Stunden lang unter besonderer Beobachtung: 3000 Polizisten kontrollierten mehr als 450 000 Verkehrsteilnehmer. Kurz darauf kündigte Jäger an, den Blitzmarathon zu wiederholen. Im Oktober 2013 gingen nach einem Beschluss der Innenminister erstmals bundesweit Polizisten in Lauerstellung.

+++ 12 Uhr Ein langer Bremsweg +++

+++ 11.33 Uhr Kontrollen in Neumünster +++

Auch in Neumünster wird heute fleißig an drei Messstellen geblitzt. Momentan stehen die Angestellten der Verkehrsüberwachung der Stadt auf der Max-Johannsen-Brücke in der Höhe des Hotel Prisma. Später soll ein Einsatz in der Boostedter-Straße in Höhe des Hagebaumarkts folgen

Foto: Von 7 Uhr bis 10.30 Uhr wurde in der Schützenstraße in Neumünster geblitzt. Kerstin Stölting (Foto) von der Verkehrsüberwachung der Stadt ertappte 25 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren.

Von 7 Uhr bis 10.30 Uhr wurde in der Schützenstraße in Neumünster geblitzt. Kerstin Stölting (Foto) von der Verkehrsüberwachung der Stadt ertappte 25 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren.

Quelle: Anja Rüstmann

+++ 9.03 Uhr: So reagiert das Netz +++

+++ 8.55 Uhr: 2015 wurde ausgesetzt +++

Im vergangenen Jahr hatte sich das nördlichste Bundesland unter anderem wegen des G7-Außenministertreffens in Lübeck nicht an der Aktion beteiligt. 2014 wurden beim Blitzmarathon nach Angaben des Landespolizeiamtes 99 581 Fahrzeuge kontrolliert. 4644 davon fuhren zu schnell.

+++ 8.20 Uhr: Ursache für schwere Verkehrsunfälle +++

Unangepasste Fahrweise oder zu schnelles Fahren sind die häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 107 Menschen bei Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein gestorben.

+++ 8.00 Uhr: Blitzermarathon läuft seit 6 Uhr +++

In Schleswig-Holstein ist am Donnerstag der bundesweite Blitzmarathon angelaufen. Nach Polizeiangaben messen landesweit über 190 Beamte an 75 Messorten die Geschwindigkeit. In Hamburg müssen Verkehrsteilnehmer an 150 Stellen mit Kontrollen rechnen. Geblitzt wird an Unfallschwerpunkten und an sensiblen Orten wie Kindergärten, Schulen sowie Altenheimen. Außerdem sind auf den Autobahnen und Bundesstraßen verstärkt Videostreifen im Einsatz.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Blitzmarathon
Foto: Die Polizeibeamten Marc Simonides (links) und Uwe Rehder messen mit einem Laser-Messgerät die Geschwindigkeit von Fahrzeugen in Kronshagen.

Normalerweise stecken Blitzer hinter Büschen und Bäumen und blicken in verdutzte Gesichter. Nicht so gestern. Die Messorte des landesweiten Blitzmarathons hatte die Polizei im Vorfeld öffentlich bekannt gegeben. Viele Autofahrer waren vorbereitet. Einige traf es dennoch.

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