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Fast 39.000 Seehunde im Wattenmeer

Bestand stabil Fast 39.000 Seehunde im Wattenmeer

Tausende Seehunde sind im vergangenen Winter im Wattenmeer an einem Grippevirus gestorben. Im August wurden die Tiere wieder gezählt - die neuen Zahlen waren mit Spannung erwartet worden.

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Die Zahl der Seehunde im Wattenmeer ist trotz vieler tot entdeckter Tiere stabil geblieben.

Quelle: dpa

Wilhelmshaven. Die Zahl der Seehunde im Wattenmeer ist trotz vieler toter Tiere stabil geblieben. Der Bestand könne weiterhin als sehr solide bezeichnet werden, teilte das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Montag mit.

Im August hatten Experten im dänischen, deutschen und niederländischen Wattenmeer 26 435 Seehunde gezählt, minimal weniger als im Vorjahr. Da sich viele Tiere während der Zählungen im Wasser aufhalten und damit nicht erfasst werden können, gehen die Experten in diesem Jahr insgesamt von 38 900 Tieren aus. Im Herbst und Winter 2014 waren zahlreiche Tiere an einem Grippevirus gestorben. In Dänemark und Schleswig-Holstein waren rund 3400 tote Seehunde gefunden worden.

„Wir sind natürlich erleichtert, dass das Auftreten der Influenzaviren keine weitreichenden Folgen für die Seehundbestände gehabt hat“ sagte der Sekretär des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats, Rüdiger Strempel.

Regional entwickelten sich die Bestände unterschiedlich. So ging die Zahl der Tiere in Dänemark um 15 Prozent, in Schleswig-Holstein um 10 Prozent zurück. Die Bestände in Niedersachsen/Hamburg und in den Niederlanden dagegen wuchsen um 8 bis 9 Prozent. Die Zahlen spiegelten den Verlauf der Grippeinfektionen wider, teilte das Wattenmeersekretariat mit. Zudem sei erkennbar, dass die Tiere sehr mobil seien.

Bei den Zählflügen über das Wattenmeer wurden in Schleswig-Holstein 8293 Seehunde entdeckt, davon 3777 Jungtiere. In Niedersachsen und Hamburg waren es 7627 Tiere, davon 1939 junge. Im niederländischen Wattenmeer wurden 7666 Tiere gezählt, darunter 2082 Jungtiere, in Dänemark 2849 (686 Jungtiere).

Die Zahl der Kegelrobben stieg nach den Zählungen der Experten im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 4521. Darunter waren 829 Jungtiere. „Die Kegelrobbenpopulation scheint sich weiter im Wattenmeer zu etablieren und breitet sich nach Norden aus“, hieß es.

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