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Weihnachtsmärkte mit Umsatz zufrieden

Bier statt Glühwein Weihnachtsmärkte mit Umsatz zufrieden

Die Betreiber der Weihnachtsmärkte im Norden haben trotz milder Temperaturen eine positive Bilanz gezogen. Fehlender Schnee und Temperaturen teils im zweistelligen Bereich hielten die Menschen nicht davon ab, sich an Lebkuchen, Glühwein und weihnachtlicher Musik zu erfreuen, wie Sprecher der Märkte und des Marketings mitteilten.

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Temperaturen oft über zehn Grad: Auf den Weihnachtsmärkten wurde eher nach kühlen Getränken verlangt.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Kiel/Lübeck. Die Beschicker auf dem Kieler Weihnachtsmarkt sind „ganz zufrieden, aber nicht richtig glücklich“ – der Wetter war einfach zu warm. „Wer trinkt denn bei zehn Grad noch einen zweiten Glühwein. Da kommt man ja ins Schwitzen“, sagte Peter Brühl, der seit 25 Jahren seinen Stand betreibt. Auch heißen Kakao habe er deutlich weniger verkauft. „Die Leute waren einfach nicht in Stimmung“, sagte er. Diese Einschätzung bestätigten auch andere Budenbesitzer auf dem Holstenplatz.

Jürgen Dohrns Geschäfte auf dem Asmus-Bremer-Platz liefen gut: „Aber auch bei mir wurde weniger Glühwein ausgeschenkt“, sagte der Gastronom. Es hofft jetzt, dass es schnell kälter wird, denn die Stände auf dem „Asmus“ bleiben bis Silvester stehen.

 In Lübeck, der selbsternannten „Weihnachtsstadt des Nordens“, zeigten sich Schausteller und Markthändler mit dem Geschäft zufrieden. „Der Umsatz ist ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres“, sagte Doris Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) kurz vor Weihnachten. Bis zu zwei Millionen Tagesbesucher konnten die insgesamt zehn Märkte verzeichnen. Dort galt: Ein kühles Weihnachtsbier schlägt den Klassiker Glühwein. Die warmen Temperaturen hätten dem Geschäft jedoch keinen Abbruch getan: „Die Lust auf Glühwein und Punsch ist lediglich der nach einem kühlen Getränk gewichen.“

Die Schausteller des historischen Weihnachtsmarktes vor dem Hamburger Rathaus waren nach etwas verhaltenem Start nicht unglücklicher als im Vorjahr. Aber schließlich habe das Geschäft doch wieder gebrummt. „Auch in diesem Jahr geht keiner der Schausteller mit einem Verlustgeschäft nach Hause“, sagte Sprecherin Heide Mombächer. Von der Angst vor möglichen Terroranschlägen nach Paris hätte man nichts gespürt. „Alles lief harmonisch ab.“ Höchstens die Glühwein-Stände hätten etwas weniger Umsatz gemacht: „Stattdessen entschieden sich viele Besucher dann doch eher mal für ein kühles Bier.“ Auch auf anderen Hamburger Märkten lief das Geschäft mit Wurst und Gebäck.

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Günter Schellhase
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Foto: Seine Premiere war ein voller Erfolg: In diesen Tagen wird der Weihnachtsmarkt auf dem Kieler Rathausplatz wieder abgebaut.

Das Weihnachtsdorf auf dem Rathausplatz hat sich nach Angaben von Kiel-Marketing als Erfolg erwiesen. Nach eigenen Schätzungen strömten mehr als 800.000 Besucher zu den Buden im nordischen Stil. Der traditionelle Weihnachtsmarkt schnitt weniger gut als in den Vorjahren ab, die Händler sind dennoch zufrieden.

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