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Spurensuche nach dem Absturz

Bimöhlen Spurensuche nach dem Absturz

Die Stelle, an der am Sonnabend der Polizeihubschrauber „Pirol 840“ abstürzte, sieht wieder aus wie vorher. Alle Wrackteile wurden aus dem Acker geborgen, der mit Treibstoff verunreinige Boden ausgetauscht und die Zufahrt wieder hergerichtet.

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Ein Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) am Wrack des völlig zerstörten Hubschraubers vom Typ EC135 der Bundespolizei: Die Maschine war am Donnerstag bei Bimöhlen auf einen Acker gestürzt.

Quelle: Frank Behling

Bimöhlen. Bei dem Absturz des Hubschraubers vom Typ „EC135“ der Fliegerstaffel der Bundespolizei waren am Donnerstag zwei Bundespolizisten getötet worden. Der 31 Jahre alte Pilot liegt weiter mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Sein Zustand sei noch immer kritisch, heißt es auf Nachfrage.

 Das komplette Wrack des Hubschraubers wird inzwischen in einer Fahrzeughalle der Bundespolizeidirektion in Bad Bramstedt untersucht. Dabei versuchen die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), den Zustand des Hubschraubers beim Absturz zu rekonstruieren. Neben den Instrumenten stehen dabei besonders der Bauteile des Antriebs im Fokus. Turbinen, Rotorkopf und Heckrotor sollen akribisch untersucht werden. Für den Abtransport des Wracks hatten die Ermittler den Heckrotor noch an der Unglücksstelle abgebaut und gesondert aufbewahrt. Da Zeugen den Hubschrauber beim Absturz in einer Rotationsbewegung beschrieben hatten, wird auch der Ausfall oder eine Störung des Heckrotors für möglich gehalten. Das Flugzeug war aus 120 bis 130 Meter Höhe zwischen einer Wohnsiedlung und einem Sportplatz bei Bimöhlen auf ein Feld gestürzt. Dabei hatte sich die erst 16 Jahre alte Maschine metertief ins Feld gebohrt. Die Zelle des Hubschraubers zerbrach. Für den Copiloten (33) und einen weiteren Beamten (42) gab es keine Rettung. Sie waren auf der Stelle tot.

 Die Fliegerstaffel der Bundespolizei in Fuhlendorf hat den Flugbetrieb inzwischen wieder aufgenommen. Nach dem Unfall war er zunächst ausgesetzt worden. Besatzungen und technisches Personal hatten sich am Freitag zu einer Andacht für ihre Kollegen versammelt. „Inzwischen läuft der Flugbetrieb in Fuhlendorf wieder normal“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion. Es ist der zweite schwere Flugunfall mit Hubschraubern der Bundespolizei. Am 21. März 2013 kollidierten bei einer Übung vor dem Berliner Olympiastadion zwei Hubschrauber im Landeanflug. Damals wurde ein Pilot getötet. Vier Menschen wurden schwer verletzt. Bei dem Unfall in Berlin handelte es sich um Maschinen des Typs „Super Puma“ und „EC 155“. Ursache war menschliches Versagen. Die Besatzung einer der Maschinen hatte im Landeanflug durch aufgewirbelten Schnee die Orientierung verloren. Die Bundesstelle hatte im Abschlussbericht nach 15 Monaten die mangelnde Kommunikation kritisiert. Die Behörde hatte als Konsequenz Verbesserungen beim Betrieb der Bundespolizeihubschrauber angemahnt.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Bimöhlen
Foto: In Bimöhlen war ein Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt.

Der Landtag hat der Opfer des Absturzes eines Bundespolizei-Hubschraubers am 25. Februar in Bimöhlen (Kreis Segeberg) gedacht. „Zwei Bundespolizisten wurden bei diesem tragischen Unglück aus dem Leben gerissen“, sagte Landtagspräsident Klaus Schlie bei einer Gedenkminute zur Eröffnung der Landtagssitzung.

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