21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Gute Geschäfte mit Westküsten-Flitzern

Böttcher-Radmanufaktur Gute Geschäfte mit Westküsten-Flitzern

Mit rund 15500 gefertigten Fahrrädern pro Jahr gehört das Traditionsunternehmen Böttcher in Heide zu den kleineren Produzenten am Markt. Doch genau das ist seine Stärke: Neben den 150 Modellen im Programm baut die Manufaktur jedem Kunden auf Wunsch sein Traumfahrrad.

Voriger Artikel
Ein Haus für Mensch und Pferd
Nächster Artikel
Vermisster Mann im Hohendeicher See gefunden

König Kunde: In der Manufaktur bei Böttcher können die Käufer aus 110000 Varianten ihre Fahrräder individuell auswählen. Die Monteure bauen dann die Wunsch-Bikes zusammen.

Quelle: wel

Heide. Er kann aus 110000 Varianten im Online-Konfigurator wählen. Das 1907 gegründete Unternehmen kann damit als einziger Radhersteller die totale Individualisierung anbieten.

 „Die Radfans werden immer anspruchsvoller und sind bestens informiert. Sie wissen meist ganz genau, was für ein Rad sie für die Urlaubstour oder für die tägliche Fahrt zur Arbeit wollen“, sagt Hauke Niemann. Der Inhaber der Böttcher Fahrräder GmbH hat über das Feedback im Internet ständig ein Ohr am Kunden. Nachdem sich der Kunde sein Wunsch-Bike online zusammengebaut hat, soll es zwei Wochen dauern, bis er es im Laden vor Ort abholen kann.

 Um in diesem Tempo Spitzenqualität zu liefern, braucht die Manufaktur mit 85 Mitarbeitern allerdings eine ausgefeilte Logistik. „Wir können diese enorme Vielfalt anbieten, weil Böttcher über eine entscheidende Fähigkeit am Markt verfügt“, erläutert Marketingchef Harry Brlek. Neben der Radproduktion betreibt das Unternehmen einen hauseigenen Großhandel für Fahrradteile. In den Hochregalen neben den Produktionsräumen lagern 14000 verschiedene Artikel, darunter 200 Satteltypen oder 100 unterschiedliche Laufräder.

 Um allen Ansprüchen zu genügen, führt der Hersteller zwei Marken im Programm: Während Grecos und Young Collection vor allem Gelegenheitsfahrer und Einsteiger anspricht, richtet sich die Qualitätsmarke Böttcher an Kunden mit höchsten Ansprüchen. Bis auf Rennmaschinen umfasst das Programm die ganze Bandbreite der Fahrradwelt: von Allroundrädern und Urban-Bikes, Trekking- und Reiserädern bis zu Elektro-Bikes und der High-End-Reihe Pinion mit Automatikgetriebe und wartungsfreiem Riemenantrieb. „Besonders gefragt sind in diesem Jahr Fahrräder im Retrostil der Zwanzigerjahre, die gern von trendbewussten Städtern gefahren werden“, berichtet Niemann.

 Böttcher will das Label „handmade in Schleswig-Holstein“ auch künftig pflegen und sich als Manufaktur bei „gesundem Wachstum“ weiterhin von Massenherstellern abheben. 12,5 Millionen Euro Umsatz verzeichnete der Hersteller 2014. „Während wir traditionell in Norddeutschland am Markt waren, weiten wir unser Vertriebsnetz derzeit auf ganz Deutschland und einige Nachbarländer aus“, sagt der Chef. Zur Kundschaft gehören zudem Konzerne wie etwa Beiersdorf. Der Creme-Gigant hatte Fahrräder in den Nivea-Farben für eine Verlosung geordert. Als robuste Werksräder rollen die Heider Bikes durch die Hallen von Chevrolet und Mannesmann. Außerdem bestellen Fahrradverleiher gern die Westküsten-Flitzer.

 Schlaue Eigenwerbung und Mitarbeiterbindung verbindet Böttcher in einem eigenen Rennteam. So ging die Firma auch bei den Cyclassics mit acht Amateurfahrern ins Rennen. Allein das Training dafür hatte laut Marketingchef Brlek einen Effekt: „Es schweißt die Kollegen zusammen. Und das ist gut fürs Betriebsklima.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3