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Sorge um die Sicherheit

Flüchtlinge in Boostedt Sorge um die Sicherheit

Aktuell befinden sich 680 Flüchtlinge in der Boostedter Erstaufnahmeeinrichtung, die für 500 Personen vorgesehen war. Nun will Innenminister Stefan Studt dort 350 weitere Asylsuchende unterbringen. So richtig verwunderte die Nachricht niemanden mehr in der Gemeinde.

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Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Boostedt soll auf weitere 350 Plätze aufgestockt werden.

Quelle: Sven Janssen

Boostedt. „Damit mussten wir nach dem Gespräch mit der Staatssekretärin rechnen“, erklärte Bürgermeister Hartmut König. Doch seine Sorge gelte nun vor allem der Sicherheit in der Unterkunft. „Wir sind als Gemeinde für die ordentliche Gewährleistung durch die Feuerwehr in der Verantwortung.“ Wenn die Anzahl der Flüchtlinge jetzt schon an die 1000er-Grenze reiche, erhöhe sich das Gefahrenpotenzial vor Ort. Doch im Moment könne ihm keiner seiner Ansprechpartner eine genaue Auskunft darüber geben, wie viele Flüchtlinge sich nun faktisch dort aufhalten und welche Vorkehrungen in der Unterkunft getroffen wurden. Das sei auch für ihn unbefriedigend, monierte König.

 Gemeindevertreter Wolfgang Brückner (CDU) betonte, dass die Gemeinde über die Anzahl der Flüchtlinge nicht mehr mitentscheiden könne, und dass man den Menschen aber auf jeden Fall helfen wolle. Er frage sich aufgrund der neuen Flüchtlingszahlen aber, ob die medizinische Grundversorgung noch in ausreichendem Maße gesichert sei. Entgegen der Zusagen des Landesamts für Ausländerangelegenheiten sei immer noch kein medizinischer Dienst mit Ärzten vor Ort.

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