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Anwohner müssen weiter auf Rückkehr warten

Brand im Bunker Anwohner müssen weiter auf Rückkehr warten

Wegen des schweren Brandes in einem Hamburger Bunker mussten 400 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch zwei Tage danach können sie noch nicht nach Hause, denn Schadstoffe könnten sich dort abgelagert haben.

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 Bei einem Brand und einer Explosion in dem ehemaligen Bunker aus dem zweiten Weltkrieg sind mindestens 38 Menschen verletzt worden.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg. Nach dem schweren Feuer im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort kühlt der ausgebrannte Bunker nur langsam ab. Darum konnten die Brandermittler immer noch nicht im Gebäude nach der Ursache suchen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Rund 400 Anwohner warten weiterhin darauf, wann sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen. Vor dem Wochenende werde dies kaum der Fall sein, sagte ein Sprecher der Frank-Gruppe, die die Wohnungen vermietet.

Am frühen Dienstagmorgen war in dem Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg ein Feuer ausgebrochen. Kurz darauf kam es zu einer explosionsartigen Durchzündung von Rauchgas. 45 Menschen wurden verletzt, viele erlitten Rauchvergiftungen. Mehrere Feuerwehrleute, die durch die Druckwelle der Explosion von den Beinen gerissen wurden, zogen sich Prellungen und Schürfwunden zu. Brandursache und Höhe des Sachschadens sind noch unklar.

In dem Bunker war eine Tischlerei, außerdem wurden dort nach Angaben der Feuerwehr etwa 73 Tonnen ätherische Öle gelagert.

Eigentümer des Bunkers und der umliegenden 220 Wohnungen ist die Frank-Gruppe. Die Wohnungen seien noch gesperrt und würden schrittweise überprüft, sagte Unternehmenssprecher Clemens Thoma. Die Ergebnisse der Proben sollen in den nächsten Tagen vorliegen. Dann müsse noch die Gesundheitsbehörde grünes Licht geben. Teilweise müssten Fenster und Wohnungstüren repariert werden. Für Anwohner, die nicht bei Freunden oder Familienangehörigen unterkommen könnten, seien Zimmer in einem nahem Hotel angemietet worden.

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Foto: Die Suche nach der Brandursache im Hochbunker in Hamburg beginnt.

Auch einen Tag nach dem großen Brand im Bunker liegt ein Hauch von Duftöl über dem Hamburger Stadtteil Rothenburgsort. Dort war ein Lager mit ätherischen Ölen in Flammen aufgegangen.

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